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Polizei stellt klar: Das solltet Ihr beim Tanz in den Mai unbedingt vermeiden

Polizei-Tipps zum "Tanz in den Mai". (Symbolfoto)
Foto: Pixabay/kaironvoss
von Redaktion Kinzig News


Donnerstag, 30.04.2026

Am 30. April wird in vielen Orten wieder in den Mai gefeiert. Zugleich beginnt die sogenannte Hexennacht, in der traditionell Streiche gespielt werden. Das Polizeipräsidium Südosthessen mahnt deshalb zu Augenmaß.

Kreative Streiche seien grundsätzlich Teil der Tradition, solange niemand geschädigt, gefährdet oder fremdes Eigentum beschädigt werde. Die Grenze sei aber schnell überschritten, wenn aus Spaß ein Schaden entsteht.

Eier, Ketchup oder Farbe können teuer werden

Besonders häufig beschäftigen die Polizei in der Hexennacht Sachbeschädigungen. Dazu zählen etwa Farbschmierereien oder das Bewerfen von Hausfassaden und Autos mit Lebensmitteln oder anderen Substanzen.

Ob Eier, Ketchup oder Farbe: Was an fremdem Eigentum landet, kann hohe Reinigungskosten verursachen. Diese können den Verursachern später in Rechnung gestellt werden. Je nach Fall kommt zudem ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung in Betracht.

Kanaldeckel und Straßensperren sind kein Spaß

Besonders deutlich warnt die Polizei vor manipulierten oder entfernten Kanaldeckeln. Polizeisprecher Thomas Leipold bezeichnet das als „keineswegs harmlosen Scherz“, sondern als gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr.

Auch selbst gebastelte Straßensperren haben laut Polizei im öffentlichen Verkehrsraum nichts zu suchen. Solche Hindernisse können für Auto-, Motorrad- und Radfahrer schnell gefährlich werden und im schlimmsten Fall schwere Unfälle auslösen.

Polizei appelliert auch an Eltern

Die Polizei rät außerdem dazu, in der Nacht gut sichtbar unterwegs zu sein. Wer dunkle Kleidung trägt, wird von Autofahrern schlechter erkannt. Gerade Kinder und Jugendliche sollten deshalb möglichst auffällige Kleidung tragen oder reflektierende Elemente nutzen.

Eltern sollten mit ihren Kindern vorab darüber sprechen, wo die Grenze zwischen Streich und Straftat verläuft. Sinnvoll sei auch, sie auf geeignete und verkehrsarme Bereiche hinzuweisen.

Ziel: Feiern ohne Schaden

Die Botschaft der Polizei ist klar: Die Walpurgisnacht soll Spaß machen, aber nicht mit beschädigten Autos, verschmutzten Fassaden oder gefährlichen Situationen enden.

Leipold fasst es so zusammen: „Im Optimalfall läuft alles so ab, dass im Anschluss niemand aufräumen, zahlen oder sich entschuldigen muss.“ (red)