HANAU / WETZLAR
Heute Abend zählt's auswärts: HSG Hanau kämpft um dritten Tabellenrang
Foto: HSG Hanau
Donnerstag, 30.04.2026
Endspurt in der 3. Handball-Liga Süd-West. Heute Abend (20:15 Uhr) ist die HSG Hanau bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II zu Gast und will dort im Fernduell mit dem Longericher SC Köln ihren dritten Tabellenrang verteidigen.
Im kleinen Hessenderby Dutenhofen bauen die Grimmstädter einmal mehr in dieser Saison auf ihre Derbystärke und möchten auch das Rückspiel gegen die Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar gewinnen. Der Grundstein dafür soll in der Sporthalle Dutenhofen erneut die starke Defensive der Blau-Weißen werden.
"Stabile, aggressive und emotionale Deckung stellen"
„Natürlich wollen wir zeigen, dass wir nicht einfach so auf dem dritten Platz stehen, sondern auch die Qualität dazu haben“, gibt sich HSG-Chefcoach Axel Spandau vor dem Duell mit dem Tabellenfünften kämpferisch. „Ich hoffe, dass wir wieder eine stabile, aggressive und emotionale Deckung stellen werden.“
Für Spandau und seinen Co-Coach Kai Nober ist das Duell in Mittelhessen dabei eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. Spandau trainierte die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II bis Sommer 2025 selbst als Chefcoach, Nober gewann 2017 als Co-Trainer der Wetzlarer A-Jugend die deutsche Juniorenmeisterschaft. Bereits im Hinspiel lieferten sich beide Drittliga-Teams ein nervenaufreibendes Duell, das vor allem von den beiden Abwehrreihen geprägt war. Am Ende gewann Hanau knapp mit 24:23.
HSG braucht unbedingt beide Punkte
In den finalen Zügen der Saison 2025/26 treffen die beiden Top-Teams der Staffel nun erneut aufeinander und für die HSG Hanau könnte das Duell kaum brisanter sein. Die Südhessen brauchen unbedingt beide Punkte, um ihren dritten Tabellenrang gegenüber dem Verfolger Longericher SC zu behaupten. Eben jener LSC Köln, gegen den die Grimmstädter am vergangenen Wochenende ihr Heimspiel verloren und auch ihre Siegesserie von 11 Siegen in Folge einbüßten.
„Organisatorisch hatten wir diese Woche kleine Probleme, da wir ein paar angeschlagene Spieler im Training haben“, so Spandau. „Wir werden vielleicht ein wenig improvisieren müssen.“ Sicher ist, dass Kapitän Max Bergold (Knieprobleme) und Rückraumakteur Jan-Eric Kleemann (Mittelhand) dem Team am Donnerstagabend verletzt fehlen werden. Trotzdem wollen die Hanauer auch in Dutenhofen alles geben, zumal die Spielgemeinschaft aus Kesselstadt und Steinheim in dieser Runde noch kein Derby verloren hat.
"Das Maximale herausholen"
„Diese Spiele liegen uns in diesem Jahr ganz gut“, meint auch HSG-Rückraumshooter Cedric Schiefer. „Wir müssen uns jetzt wieder heiß machen. Das ist ein Hessenderby und in Dutenhofen ist es immer schwer zu gewinnen. Ihre Abwehr ist eine der stärksten der Staffel.“ Aber auch offensiv weiß die Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar zu überzeugen. Dabei ruhen die Augen auf dem erfahrenen Spielmacher Lukas Gümbel, der regelmäßig für Phillip Opitz (102 Saisontore) die Bälle auflegt.
„Wir müssen zudem ihre Eins-gegen-eins-Qualitäten, gerade von Leonard Rettemeier, in den Griff kriegen“, gibt Spandau Einblicke in seinen Matchplan. „Wenn uns das gelingt, dann können wir auch unsere Qualitäten auf das Parkett bringen. Wir wollen das Maximale herausholen, die zwei Punkte.“ (red)