HESSEN / MKK

Große Mitmach-Aktion des NABU: Es naht die "Stunde der Gartenvögel"

Einfach eine Stunde lang die Vögel im Garten, auf dem Balkon oder im Park beobachten und die höchste Anzahl jeder Vogelart, die innerhalb dieser Stunde gleichzeitig beobachtet wird, dem NABU melden.
Foto: NABU/Sebastian Hennigs


Dienstag, 05.05.2026

Weißt du, wie viel Vöglein fliegen ...

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) wollen es herausfinden. Darum laden sie am kommenden Wochenende vom 8. bis 10. Mai wieder zur großen Mitmachaktion „Stunde der Gartenvögel“ ein.

Alle Naturfans können sich beteiligen – egal, wie groß oder klein das Natur-Wissen ist. Die Ergebnisse der Zählung liefern weiteren Aufschluss über die Entwicklung häufiger Vogelarten in unseren Siedlungen. In diesem Jahr findet bereits die 22. „Stunde der Gartenvögel“ statt. Im vergangenen Jahr waren rund 58.000 Menschen deutschlandweit dabei und meldeten über 1,1 Millionen Vögel. In Hessen waren es über 3.680 Naturfans, die knapp 72.500 Vögel zählten.

Besonderer Blick auf Finkenvögel


Ein besonderer Blick gilt in diesem Jahr den Finken. „Uns wurden in den vergangenen Monaten regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze gemeldet“, so Bernd Petri, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU Hessen. „Da diese meist an Futterstellen gefunden wurden, könnte es sein, dass sich wieder Trichomonaden ausbreiten, die besonders für Finken tödlich sein können.“

Mit der Vogelzählung möchte der NABU herausfinden, ob sich aus den einzelnen Meldungen ein landesweiter Trend ergibt. Der NABU-Ornithologe Petri betont, dass Sauberkeit am Futterhaus wichtig sei, damit sich Parasiten nicht weiter ausbreiten können.

„Am besten ist es, Futtersäulen zu nutzen, hier können die Vögel nicht durchs Futter laufen und es verschmutzen“, erläutert Petri. Das Füttern von Vögeln ist in der warmen Jahreszeit allerdings nicht unbedingt nötig. Besser sei es, seinen Garten vogelfreundlich zu gestalten, mit Wildobsthecken, heimischen Stauden, Wildblumenwiese, Kräuterbeet, Teich und Totholzstapel. „In einem naturnahen Garten finden Vögel immer genug zu fressen und geschützte Brutplätze“, so Petri.

Von einem ruhigen Platz im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte. - Foto: NABU/Sebastian Hennigs
Alle Naturfans können sich beteiligen – egal, wie groß oder klein das Natur-Wissen ist ... - Foto: NABU/Sebastian Hennigs

Mitmachen ist ganz einfach


Und so funktioniert die Vogelzählung: Von einem ruhigen Platz im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet oder gehört werden konnte. Welche Stunde im Laufe des Wochenendes vom 8. bis 10. Mai gewählt wird, ist egal.

Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de oder mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App gemeldet werden. Meldeschluss ist der 18. Mai. Teilnehmende können außerdem attraktive Preise gewinnen. (red)