HANAU

"Keep the Vibe Alive" in Hanau: Ausstellung blickt auf 30 Jahre Love Family Park

Die Ausstellung „Keep the Vibe Alive: 30 Jahre Love Family Park“ ist vom 8. Mai bis 12. Juli im Schloss Philippsruhe im Historischen Museum Hanau zu sehen.
Foto: cosmopop


Mittwoch, 06.05.2026

Mit der Ausstellung „Keep the Vibe Alive: 30 Jahre Love Family Park“ würdigt die Stadt Hanau eines der prägendsten Kapitel ihrer jüngeren Kulturgeschichte ...

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des international renommierten Festivals lädt das Historische Museum Hanau Schloss Philippsruhe gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern zu einer multimedialen Zeitreise durch drei Jahrzehnte elektronischer Musikkultur ein.

Mehr als 100 Fotografien, Plakate und Filme


Die Ausstellung ist vom 8. Mai bis 12. Juli im Schloss Philippsruhe im Historischen Museum Hanau zu sehen. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 7. Mai, um 19 Uhr im Roten Saal im Schloss Philippsruhe. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri wird eröffnen, anschließend spricht Dr. Markus Häfner, Leiter Städtische Museen Hanau. Im Anschluss findet ein Podiumsgespräch statt.

In den prunkvollen Räumen des ersten Obergeschosses des Schlosses werden auf 23 Bildschirmen sowie anhand von mehr als 100 Fotografien, Plakaten und Filmen aus den Archiven der Veranstalter die Entwicklung des Festivals und seine kulturelle Bedeutung eindrucksvoll dokumentiert. Besuchende erhalten dabei nicht nur Einblicke in die Geschichte des Love Family Park, sondern auch in die Entstehung und den Wandel der elektronischen Musikkultur insgesamt.

Foto: cosmopop
Foto: David Ullmann

Eines der bedeutendsten Open-Air-Festivals


Der Love Family Park gilt als eines der bedeutendsten Open-Air-Festivals für elektronische Musik. Seit seiner Gründung im Jahr 1996 hat er das Veranstaltungsformat maßgeblich mitgeprägt und die Musik- und Jugendkultur im Rhein-Main-Gebiet nachhaltig beeinflusst. Größen wie Sven Väth, Nina Kraviz und Solomun standen ebenso auf den Bühnen wie Acts aus angrenzenden Genres, darunter Peggy Gou, Underworld und Deichkind. Bis zu 25.000 Besucherinnen und Besucher feierten über viele Jahre hinweg auf mehreren Bühnen die Vielfalt elektronischer Musik.

Zwischen 1996 und 2013 war Hanau die Heimat des Festivals. Oberbürgermeister Claus Kaminsky bezeichnet den Love Family Park als „eine feste Institution der Jugendkultur weit über Hessen hinaus“ und ergänzt: „Ich bedauere zutiefst, dass unser Versuch, eine Teillöschung des Veranstaltungsgeländes aus dem Landschaftsschutzgebiet ‚Hessische Mainauen‘ im Jahr 2013 gescheitert ist. Es wäre wünschenswert, wenn Hanau eine solche Veranstaltung wieder beheimaten könnte.“

Nach dem Ende in Hanau setzte das Festival seine Geschichte an verschiedenen Standorten fort. Über Stationen in Mainz-Hechtsheim und Rüsselsheim fand der Love Family Park schließlich im Jahr 2023 eine neue Heimat im Frankfurter Rebstockpark, wo er seitdem als zweitägiges Format fortgeführt wird. Trotz dieser Entwicklung bleibt die Verbindung zur Stadt Hanau ein zentraler Bestandteil der Festivalgeschichte. (red)