BRUCHKÖBEL

Bereitschaftsdienst in Bruchköbel vor dem Aus?

Landrat Thorsten Stolz fordert den Erhalt der Bereitschaftsdienst-Zentrale in Bruchköbel und kritisiert die KVH-Pläne deutlich.
Symboldbild: Pixabay
von Redaktion Kinzig News


Mittwoch, 13.05.2026

Heftige Kritik von Landrat Thorsten Stolz: Die geplante Schließung der Ärztlichen Bereitschaftsdienst-Zentrale in Bruchköbel sorgt für Ärger. Der SPD-Politiker spricht von einem „klaren Widerspruch“ zu allen Bemühungen, die medizinische Versorgung vor Ort zu stärken und Notaufnahmen zu entlasten.

„Das bringt uns nicht weiter, sondern schafft neue Probleme“, sagte Stolz. Besonders unverständlich sei die Entscheidung vor dem Hintergrund des Projekts „SaN“ zur sektorenübergreifenden ambulanten Notfallversorgung. „Was jetzt geplant ist, läuft all diesen Fortschritten zuwider“, so der Landrat.

Belastung für Kliniken und Rettungsdienst

Stolz warnt vor Folgen für Rettungsdienst, Kliniken und Patienten. Der Bereitschaftsdienst am Klinikum müsse künftig deutlich mehr Menschen versorgen, gleichzeitig drohe der Rettungsdienst stärker belastet zu werden.

Kritik gibt es auch an der Kommunikation: Weder der Main-Kinzig-Kreis noch die Stadt Bruchköbel seien vorab informiert worden. Laut „Hanauer Anzeiger“ erfuhren sogar Beschäftigte per Mail von den Plänen. „So geht man mit Menschen nicht um“, sagte Stolz.

Gemeinsam mit Bruchköbels Bürgermeisterin Sylvia Braun will sich der Landrat nun für den Erhalt der Bereitschaftsdienst-Zentrale einsetzen.