MAIN-KINZIG-KREIS
40. Brüder-Grimm-Lauf: Mehr als 600 Sportlerinnen und Sportler gehen auf die Strecke
Fotos: MKK-Pressestelle
Montag, 08.06.2026
Der 40. Brüder-Grimm-Lauf wird so viele Starterinnen und Starter erleben, wie schon seit Jahren nicht mehr ...
Etwa 540 Läuferinnen und Läufer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden haben sich für die insgesamt fünf Etappen angemeldet. Hinzu kommen noch bis zu 100 Teilnehmende, die jeweils nur einzelne Teilstücke zurücklegen wollen.
Großaufgebot von rund 500 Freiwilligen am Start
Sie alle dürfen sich wieder auf eine hervorragende Organisation verlassen, denn die bewährte Veranstaltungsgemeinschaft ist ebenfalls mit einem Großaufgebot von rund 500 Freiwilligen am Start. Neben dem Team aus dem Fachbereich Sport des Main-Kinzig-Kreises sind es der Verein zur Förderung des Brüder-Grimm-Laufes, 1. Hanauer Lauftreff, Lauftreff Hanau-Bruchköbel,TV Oberrodenbach, TG Neuenhaßlau, VfR Meerholz, Lauftreff Freigericht, Lauftreff Gelnhausen, Laufteam Gelnhausen, TV Wächtersbach, TV Bad Orb, TV Salmünster und Lauftreff Steinau.
„Ohne die vielen ehrenamtlichen Kräfte sowie die Sponsoren wäre eine Veranstaltung dieser Art nicht durchführbar“, betont Landrat und Sportdezernent Thorsten Stolz die Bedeutung der Helferinnen und Helfer. Ein Etappenlauf sei insbesondere wegen der Streckenführung und der gesamten Logistik eine besondere Herausforderung.
Daher sei der Brüder-Grimm-Lauf in dieser Form seit 40 Jahren quasi einzigartig in Deutschland. Zudem sei es eine hervorragende Werbung für die Region Main-Kinzig- und die Heimat der weltberühmten Märchensammler und Sprachforscher. Er freue sich schon jetzt, am 14. Juni in Steinau die Siegerinnen und Sieger auszeichnen zu dürfen.
Die Etappen im Überblick
Seit dem Auftakt 1984 tragen die einzelnen
Etappen die Titel bekannter Märchen: Los geht es am Freitag, 12. Juni,
mit der Rotkäppchen-Etappe und 15,2 flachen, asphaltierten Kilometern.
Das Ziel ist die Bulauhalle in Niederrodenbach. Hier geht es dann auch
am Samstag, 9:30 Uhr, weiter mit der Dornröschen-Etappe. Das zweite
Teilstück umfasst 14,7 Kilometer auf teils asphaltierten Wald- und
Wirtschaftswegen und ist vom Höhenprofil anspruchsvoll: Ab Oberrodenbach
geht es auf einer Strecke von 600 Metern 60 Meter hinauf; ein ähnlicher
Anstieg führt zum Käfernberg, das Ziel ist der Busbahnhof Neuenhaßlau.
Ab
16:30 Uhr beginnt an der Hasselbachschule die Schneewittchen-Etappe,
die über 16,3 hügelige Kilometer teils auf Wald- und Wirtschaftswegen
bis nach Gelnhausen zum Stadion an der Freigerichter Straße führt. In
der Barbarossastadt steigt später um 19 Uhr die beliebte Nudelparty,
damit die Läuferinnen und Läufer auch die beiden Etappen am Sonntag noch
erfolgreich bewältigen können. Zudem organisiert die
Veranstaltungsgemeinschaft am Samstag und Sonntag jeweils ein Frühstück
für bis zu 100 Personen. Ein weiteres gut genutztes Angebot sind
Massagen für die strapazierte Muskulatur am Ende der dritten Etappe
sowie vor dem letzten Teilstück.
Bereits um 9 Uhr geht es am
Sonntag los mit der Frau-Holle-Etappe. Vom Untermarkt für die Strecke
rund 16 Kilometer durch den Gelnhäuser und Büdinger Wald bis nach
Wächtersbach zur Sporthalle an der Gesamtschule. Insbesondere der etwa
800 Meter lange Anstieg zu den „Vier Fichten“ geht dabei ordentlich in
die Beine. Doch schon um 15:30 Uhr erfolgt in der Bad Orber
Burgringstraße der Start zur Hänsel-und-Gretel-Etappe, mit 17,6
Kilometern auch das längste Teilstück des Brüder-Grimm-Laufs. Auch diese
letzte Prüfung hält einen kräftigen Anstieg samt anschließendem Gefälle
bereit, bevor das Ziel in Steinau vor dem Rathaus, Am Kumpen, erreicht
wird.
Uli Amborn erweist sich mit der 34. Teilnahme als "größter Fan"
Unter
den vielen Starterinnen und Starter fällt ein Name besonders auf: Uli
Amborn der Sieger von 1993, hat sich zum 34. Mal für den
Brüder-Grimm-Lauf angemeldet. Damit erreicht er jetzt auch fast den
bisherigen „Dauerläufer“ Kalli Flach (Jahrgang 1938) aus Rodenbach, der
von 1984 an insgesamt 35. Mal am Start stand, aber bei seiner letzten
Teilnahme 2019 nur noch die erste Etappe gelaufen ist.
Auch Uli
Amborn hat nach seinem Erfolg 1993 kaum eine Auflage verpasst und ist
immer wieder begeistert von „der guten Stimmung und der seit Jahren
hervorragenden Organisation“. Auch wenn der leidenschaftliche Läufer und
Spezialist für lange Strecken ist, so bezeichnet er den Etappenlauf
durch Kinzigtal und Spessart dennoch als „eine harte Prüfung“. Vor allem
der Start zur vierten Etappe am Sonntag früh falle besonders schwer,
aber nach ein paar Kilometern stelle sich dann der gewünschte Rhythmus
ein. Eine zusätzliche Motivation sei die gemeinschaftliche Atmosphäre,
die gute Betreuung inklusive Massagen und die Abkühlung am Schluss im
Steinauer Märchenbrunnen.
Thomas Wagner mit einmaliger Leistung
Auf eine enge Verbindung zum Brüder-Grimm-Lauf kann auch Constanze Friedrich (Laufteam Gelnhausen) verweisen. Sie hat sich zum 20. Mal für den Wettbewerb angemeldet. Ein prominenter Starter ist auch Björn Kuttich (Offenbacher Yeti Jäger), der 2015 die Gesamtwertung gewann.
Eine einmalige Leistung kann Thomas Wagner für sich verbuchen, denn er ist der einzige Läufer aus dem Starterfeld von 1984, der nun bei der 40. Auflage am Start stehen wird. Bei der Premiere trug er übrigens die Startnummer 1 und erreichte Platz zwei in der Nachwuchswertung hinter Gerald Helfrich aus Gründau. (red)