DEUTSCHLAND/FRANKFURT
Todesfalle Smartphone am Steuer: Welche kuriose Maßnahme nun gefordert wird
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Samstag, 13.06.2026
Ein kurzer Blick aufs Smartphone kann im Straßenverkehr schwere Folgen haben. Der ADAC warnt nach einer aktuellen Untersuchung erneut vor der Nutzung von Handys am Steuer. Auch Frankfurt war Teil der Verkehrsbeobachtung.
Insgesamt beobachtete der Automobilclub in den fünf größten deutschen Städten 9573 Kraftfahrzeuge. Das Ergebnis: 2,7 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer begingen einen Handyverstoß.
Frankfurt war einer der Beobachtungsorte
Untersucht wurde der Verkehr in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt am Main. In Frankfurt wählten die Beobachter für den Kfz-Verkehr den Marbachweg aus. Zusätzlich wurde Radverkehr am Grüneburgweg beobachtet.
Nach Angaben des ADAC wurden in 50 Stunden Beobachtungszeit insgesamt 387 Verstöße gezählt. Davon entfielen 262 auf Kfz-Fahrende und 125 auf Radfahrende.
Hochrechnung: eine Milliarde Verstöße pro Jahr
Aus den Beobachtungen leitet der ADAC eine hohe Dunkelziffer ab. Die Polizei registriert demnach zwar jährlich rund 400.000 Handyverstöße. Die tatsächliche Zahl dürfte jedoch deutlich höher liegen.
Hochgerechnet auf das Verkehrsgeschehen in Deutschland kommt der ADAC auf rund eine Milliarde Kfz-Handyverstöße pro Jahr.
Viele halten das Smartphone in der Hand
Auffällig ist laut ADAC, dass viele Fahrer ihr Smartphone direkt in der Hand halten. Klassisches Telefonieren mit dem Handy am Ohr sei dagegen seltener geworden.
Etwas häufiger wurden Verstöße bei Lieferwagenfahrern beobachtet. Bei Lkw- und Busfahrern lag der Anteil niedriger.
Mehrheit für Handy-Blitzer
Eine begleitende Umfrage zeigt laut ADAC, dass mehr als die Hälfte der Autofahrenden schon einmal während der Fahrt das Handy genutzt hat. Zugleich befürworten 69 Prozent der Bevölkerung den Einsatz sogenannter Handy-Blitzer.
Solche Kameras sollen mithilfe künstlicher Intelligenz erkennen, ob jemand während der Fahrt verbotenerweise ein Handy nutzt. In Deutschland werden solche Systeme bislang nur in Rheinland-Pfalz eingesetzt.
Schon zwei Sekunden können gefährlich werden
Der ADAC verweist auf das hohe Risiko durch kurze Ablenkung. Wer bei Tempo 50 nur zwei Sekunden auf das Handy schaut, legt fast 30 Meter im Blindflug zurück.
Wer mit dem Handy am Steuer erwischt wird, muss mindestens 100 Euro Bußgeld zahlen und erhält mindestens einen Punkt in Flensburg. Entscheidend ist aus Sicht des ADAC aber nicht nur die Strafe, sondern die Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer. (red)