DEUTSCHLAND

Segen für den Geldbeutel: Worauf Autofahrer aktuell beim Tanken unbedingt achten sollten

Kraftstoffpreise sinken weiter. (Symbolfoto)
Foto: Pixabay/planet_fox
von Redaktion Kinzig News


Freitag, 12.06.2026

Wer beim Tanken auf die Uhrzeit achtet, kann derzeit besonders viel Geld sparen. Nach einer Auswertung des ADAC war die Preisdifferenz an deutschen Tankstellen im Tagesverlauf im Mai so groß wie nie zuvor.

Bei Super E10 lag der Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Zeitpunkt eines durchschnittlichen Tages bei 14,6 Cent pro Liter. Bei Diesel waren es sogar 18,4 Cent pro Liter. Grundlage der Auswertung waren die Preise von mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland.

Bis zu 9,20 Euro Ersparnis pro Tankfüllung

Für Autofahrer kann der Unterschied deutlich spürbar sein. Wer eine 50-Liter-Tankfüllung Super E10 zum günstigsten statt zum teuersten Zeitpunkt tankt, spart laut ADAC im Schnitt 7,30 Euro.

Bei Diesel fällt die mögliche Ersparnis noch höher aus. Hier liegt der Unterschied bei einer 50-Liter-Füllung im Schnitt bei 9,20 Euro.

Günstig wird es vor allem später am Tag

Seit Einführung des sogenannten Österreich-Modells dürfen Tankstellen die Preise nur noch einmal täglich erhöhen – um 12 Uhr. Danach dürfen die Preise bis zum nächsten Tag um 12 Uhr nur noch gleichbleiben oder sinken.

Nach Angaben des ADAC steigen die Preise zur Mittagszeit deshalb stark an. Anschließend fallen sie im Tagesverlauf meist kontinuierlich. Gegen 17.30 Uhr sinken sie im Schnitt unter den Tagesdurchschnitt. Besonders günstig ist es häufig am Abend.

Leichte Anstiege um 22 Uhr und Mitternacht

Ganz linear verläuft die Entwicklung aber nicht. Gegen 22 Uhr und um Mitternacht registriert der ADAC im bundesweiten Durchschnitt leichte Preisanstiege.

Der Grund: Viele Tankstellen, die nicht rund um die Uhr geöffnet haben, schließen dann. Diese Stationen sind laut ADAC häufig etwas günstiger. Wenn sie aus dem Markt verschwinden, steigt der Durchschnittspreis leicht.

ADAC kritisiert gestiegenes Preisniveau

Das große Sparpotenzial hat aus Sicht des ADAC jedoch eine Kehrseite. Der Club sieht Hinweise darauf, dass das allgemeine Preisniveau seit Einführung des neuen Modells gestiegen ist.

Der ADAC kritisiert vor allem die deutlichen Preissprünge zur Mittagszeit. Diese seien in der Regel nicht allein durch Ölpreissteigerungen erklärbar. Der Club vermutet, dass Mineralölkonzerne wegen der eingeschränkten Möglichkeit zu Preiserhöhungen mit Risikoaufschlägen reagieren.

Preisvergleich lohnt sich doppelt

Autofahrer sollten nach Empfehlung des ADAC gezielt den günstigsten Zeitpunkt nutzen und zusätzlich die Preise verschiedener Tankstellen vergleichen. Wer beides kombiniert, könne den Spareffekt weiter erhöhen.

Fahrer von Benzin-Pkw können zusätzlich sparen, wenn sie Super E10 statt Super E5 tanken – sofern ihr Fahrzeug dafür freigegeben ist. Der Preisunterschied liegt laut ADAC bei rund sechs Cent pro Liter.

Was Autofahrer jetzt beachten sollten

Am teuersten ist Tanken nach der ADAC-Auswertung rund um die Mittagszeit nach dem erlaubten Preissprung. Günstiger wird es meist am späten Nachmittag und Abend.

Wer nicht dringend tanken muss, sollte deshalb möglichst nicht direkt nach 12 Uhr an die Zapfsäule fahren. Der Blick auf eine Preisvergleichs-App kann sich aktuell besonders lohnen. (red)