MÜHLHEIM AM MAIN

Mysteriöser Fall um schwerverletzten Säugling: Welche Rolle spielt der Vater?

Anklage nach Fall um schwerverletzten Säugling. (Symbolfoto)
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von Redaktion Kinzig News


Montag, 15.06.2026

Nach dem Fall eines schwer verletzten Säuglings aus Mühlheim am Main hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt – Zweigstelle Offenbach – Anklage gegen den Vater des Kindes erhoben. Das teilte das Polizeipräsidium Südosthessen unter Verweis auf eine Pressemeldung der Staatsanwaltschaft mit.

Der 35-jährige Kindsvater steht demnach im Verdacht des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung. Die Anklage wurde mit Datum vom 1. Juni vor dem Landgericht Darmstadt erhoben.

Kind kam mit Rettungshubschrauber in Klinik

Der Fall war im Januar bekannt geworden. Am 15. Januar war ein wenige Monate alter Säugling aus Mühlheim mit schweren Verletzungen per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden.

Bei der ärztlichen Untersuchung wurden erhebliche Verletzungen festgestellt. Diese deuteten nach damaligen Angaben der Ermittler mutmaßlich auf körperliche Gewalteinwirkung hin. Das Kind wurde zunächst intensivmedizinisch behandelt.

Vater kam in Untersuchungshaft

Im Zuge der Ermittlungen verdichtete sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft der Verdacht gegen den 35-jährigen Kindsvater. Er wurde wenige Tage nach der Einlieferung des Kindes an seiner Wohnanschrift in Mühlheim vorläufig festgenommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der Mann einem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Offenbach vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und ordnete Untersuchungshaft an.

Verfahren soll vor Schwurgerichtskammer verhandelt werden

Die Anklage liegt nun beim Landgericht Darmstadt. Zuständig ist dort die Schwurgerichtskammer.

Ob und wann es zu einem Prozess kommt, entscheidet das Gericht im weiteren Verfahren. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für den Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

Hintergründe weiter unklar

Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen des Falls wurden zunächst nicht mitgeteilt. Die Ermittlungen hatten nach der ursprünglichen Meldung insbesondere die Frage zum Gegenstand, wie es zu den schweren Verletzungen des Säuglings kam.

Der Fall hatte im Januar für großes Aufsehen gesorgt, weil das Kind mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden musste und der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts im Raum stand. (red)