TREBUR

Warum diese Käfer eine echte Gefahr für ihre Umgebung sind

Japankäfer auf dem Vormarsch? (Symbolfoto)
Foto: Pixabay/Louise_S
von Redaktion Kinzig News


Samstag, 20.06.2026

In Südhessen ist erneut der invasive Japankäfer aufgetaucht. In Trebur im Kreis Groß-Gerau wurden mehrere Exemplare des Schädlings entdeckt.

Nach Angaben des Pflanzenschutzdienstes beim Regierungspräsidium Gießen handelte es sich um fünf männliche Käfer. Sie wurden in einer aufgestellten Falle gefunden und anschließend im Labor eindeutig bestimmt.

Erster Fund in Hessen war ebenfalls bei Trebur

Bereits im vergangenen Jahr war bei Trebur erstmals ein Japankäfer in Hessen nachgewiesen worden. Später wurden dort weitere Exemplare entdeckt.

Der Fund sorgt für Aufmerksamkeit, weil sich der Käfer stark ausbreiten kann und erhebliche Schäden an Pflanzen verursacht. Ziel der Behörden ist es deshalb, eine weitere Verbreitung möglichst zu verhindern.

Käfer frisst Blätter, Früchte und Blüten

Der Japankäfer gilt als besonders gefräßig. Er kann Blätter, Früchte und Blüten zahlreicher Pflanzenarten fressen. Oft bleiben dabei nur noch Gerippe von Blättern zurück.

Nach Angaben der Fachleute stehen rund 400 Pflanzenarten auf seinem Speiseplan. Dazu zählen unter anderem Weinreben, Mais und Obstbäume. Auch Grünflächen können betroffen sein.

Bewässerungsverbot im Umkreis des Fundorts

Um die weitere Ausbreitung einzudämmen, gelten rund um Fundorte besondere Maßnahmen. Dazu gehört ein Bewässerungsverbot für Rasenflächen innerhalb eines Radius von einem Kilometer um die Fundstelle.

Hintergrund ist, dass feuchte Böden die Entwicklung der Larven begünstigen können. Die Behörden wollen damit verhindern, dass sich der Käfer dauerhaft ansiedelt und weiter vermehrt.

So erkennt man den Japankäfer

Der Japankäfer ist etwa einen Zentimeter groß und damit kleiner als ein Ein-Cent-Stück. Er hat einen metallisch glänzenden grünen Kopf, braune Flügeldecken und auffällige weiße Haarbüschel am Hinterleib.

Typisch sind zwei weiße Haarbüschel am hinteren Körper sowie fünf weitere weiße Haarbüschel unterhalb der Flügeldecken. Der Käfer wird leicht mit heimischen Arten wie dem Gartenlaubkäfer oder dem Maikäfer verwechselt.

Funde sollen gemeldet werden

Wer einen verdächtigen Käfer entdeckt, sollte ihn nicht einfach ignorieren. Funde sollen über das Beteiligungsportal des Landes Hessen gemeldet werden.

Wichtig sind möglichst genaue Angaben zum Fundort und idealerweise ein Foto. So können Fachleute prüfen, ob es sich tatsächlich um einen Japankäfer handelt.

Gefahr für Landwirtschaft und Gärten

Der ursprünglich aus Asien stammende Käfer ist vor rund zehn Jahren nach Europa eingewandert. In Hessen soll nun verhindert werden, dass er sich weiter etabliert.

Für Landwirtschaft, Weinbau, Obstbau und private Gärten kann eine Ausbreitung problematisch werden. Deshalb beobachten die Pflanzenschutzbehörden die Lage in Trebur und Umgebung weiterhin genau. (red)