BIBLIS/GERNSHEIM

Abkühlung im Rhein endet mehrfach tödlich: Drei Männerleichen geborgen

Drei Tote aus dem Rhein geborgen. (Symbolfoto)
Foto: Pixabay/DomenicBlair
von Redaktion Kinzig News


Dienstag, 23.06.2026

Nach mehreren Badeunfällen im Rhein bei Biblis-Nordheim und Gernsheim sind drei vermisste Männer tot geborgen worden. Einsatzkräfte fanden die Leichen am Montagvormittag im Rhein.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen ergaben die Ermittlungen, dass es sich um die zuvor vermisst gemeldeten Männer im Alter von 23, 27 und 50 Jahren handelt.

50-Jähriger war zum Schwimmen in den Rhein gegangen

Die erste Vermisstenmeldung war am Samstagabend eingegangen. Angehörige meldeten gegen 18.19 Uhr einen 50 Jahre alten Mann als vermisst.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Bergsträßer gegen 15.45 Uhr in Höhe der Nato-Straße zum Schwimmen in den Rhein gegangen. Üblicherweise kehrte er nach etwa einer Stunde zu Fuß zur Einstiegsstelle zurück. Am Samstag blieb er jedoch aus.

Zwei weitere Männer gingen im Rhein unter

Während der Suche nach dem 50-Jährigen kam es zu einem weiteren Notfall. Gegen 20.15 Uhr machten Passanten am Ufer die Besatzung eines Polizeiboots darauf aufmerksam, dass zwei Männer in Höhe der Nato-Rampe im Rhein untergegangen seien.

Bei den beiden handelte es sich um 23 und 27 Jahre alte Männer. Nach Angaben der Polizei waren sie Nichtschwimmer.

Große Suchaktion blieb zunächst erfolglos

An den Suchmaßnahmen waren unter anderem ein Boot der Wasserschutzpolizeistation Gernsheim, ein Polizeihubschrauber, Feuerwehren, Rettungsdienste und die DLRG beteiligt.

Trotz der umfangreichen Suche konnten die drei Männer zunächst nicht gefunden werden. Zeugen des zweiten Vorfalls wurden vor Ort durch die Notfallseelsorge betreut.

Keine Hinweise auf Fremdverschulden

Am Montagvormittag wurden schließlich drei Leichen aus dem Rhein geborgen. Die weiteren Ermittlungen haben das Kommissariat 10 der Rüsselsheimer und Heppenheimer Kriminalpolizei übernommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen liegen laut Polizei keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an. (red)