HESSEN
Hitzewelle fordert ihren Tribut: Immer mehr Patienten mit Austrocknung in Notaufnahmen
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Samstag, 27.06.2026
Die anhaltende Hitzewelle macht sich inzwischen deutlich in den Notaufnahmen der hessischen Kliniken bemerkbar. Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg sowie die Universitätsmedizin Frankfurt behandeln derzeit vermehrt Patientinnen und Patienten mit hitzebedingten Beschwerden.
Am häufigsten diagnostizieren die Ärzte eine sogenannte Exsikkose – eine gefährliche Austrocknung des Körpers durch Flüssigkeits- und Elektrolytmangel. Sie tritt meist nach mehreren Tagen anhaltender Hitze auf. Auch Patienten mit Hitzeschlag mussten bereits behandelt werden. Dabei kann die Körpertemperatur auf mehr als 40 Grad ansteigen und lebensbedrohlich werden.
Warnsignale ernst nehmen
Die Mediziner raten dazu, Warnzeichen wie Schwindel, Kopfschmerzen, starke Erschöpfung, Übelkeit, Konzentrationsprobleme oder Kreislaufbeschwerden ernst zu nehmen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Pflegebedürftige, chronisch Kranke und Kinder.
Auch ein Sonnenstich kann gefährlich werden. Typische Symptome sind ein hochroter Kopf, Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Schwindel oder Erbrechen. Im schlimmsten Fall drohen Bewusstseinsstörungen oder ein Kreislaufkollaps.
Die Kliniken sehen sich auf die Hitzewelle gut vorbereitet. In Gießen und Marburg wurden die Vorräte an Infusionslösungen aufgestockt, um schwer dehydrierte Patienten schnell versorgen zu können. Dennoch appellieren die Ärzte, ausreichend zu trinken, direkte Sonne zu meiden und sich bei ersten Beschwerden rechtzeitig abzukühlen.