FRANKFURT AM MAIN/OFFENBACH

Siemens setzt auf Frankfurt und Offenbach: Welche Megasumme der Konzern investiert

Siemens investiert Megasumme in Rhein-Main. (Symbolfoto)
Foto: Pixabay/Bru-nO
von Redaktion Kinzig News


Samstag, 04.07.2026

Siemens baut seine Produktion im Rhein-Main-Gebiet deutlich aus. Der Technologiekonzern will insgesamt 300 Millionen Euro in Frankfurt und Offenbach investieren.

Bis 2030 sollen an drei Standorten rund 700 neue Arbeitsplätze entstehen. Hintergrund ist die weltweit steigende Nachfrage nach elektrischen Schaltanlagen.

Rechenzentren treiben Nachfrage a

Vor allem der Boom bei Rechenzentren sorgt für zusätzlichen Bedarf. Durch den zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz entstehen immer größere Anlagen, die enorme Mengen Strom benötigen.

Schaltanlagen sind dabei ein zentraler Bestandteil der Infrastruktur. Sie verteilen Strom sicher und effizient und kommen unter anderem in Rechenzentren, Fabriken und bei Anwendungen der Elektromobilität zum Einsatz.

Frankfurt bekommt neue Produktionshalle

In Frankfurt produziert Siemens bereits seit mehr als 40 Jahren Schaltanlagen. Die bestehenden Werke sollen nun deutlich erweitert werden.

Geplant ist unter anderem eine neue Produktionshalle, die bis Oktober 2027 entstehen soll. Dort soll die Fertigung der Schaltanlagen weiter ausgebaut werden.

Neuer Zulieferbetrieb in Offenbach

Auch Offenbach wird Teil der Ausbaupläne. Siemens will dort einen Zulieferbetrieb ansiedeln, der Bauteile für die Frankfurter Werke herstellt.

Der neue Standort entsteht auf dem früheren Gelände des Druckmaschinenherstellers Manroland Sheetfed. Die Bauarbeiten sollen noch im Juli 2026 beginnen, der Betrieb soll nach Unternehmensangaben bereits im kommenden Frühjahr starten.

700 Jobs in Produktion, Logistik und Verwaltung

Die angekündigten 700 neuen Arbeitsplätze verteilen sich auf die Standorte in Frankfurt und Offenbach. Gesucht werden Beschäftigte unter anderem für Produktion, Logistik und Verwaltung.

Siemens wertet die Investition zugleich als Bekenntnis zum Industriestandort Deutschland. Das Rhein-Main-Gebiet spielt dabei nicht nur als Finanz- und Dienstleistungsregion eine Rolle, sondern auch als Standort für moderne industrielle Fertigung.

Rückenwind für Industriestandort Rhein-Main

Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef sieht in der Entscheidung ein starkes Signal für die Region. Die industrielle Produktion sei neben der Finanzwirtschaft ein wichtiges zweites Standbein.

Auch Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke begrüßt die Ansiedlung. Für Offenbach bedeuten die Pläne neue Arbeitsplätze und eine weitere Stärkung des Industriestandorts.

Schlüsseltechnologie für Energie und KI

Siemens rechnet damit, dass die Nachfrage nach Schaltanlagen weiter steigen wird. Neben Rechenzentren treiben auch Energiewende, Digitalisierung und Elektromobilität den Markt.

Für Frankfurt und Offenbach bedeutet die Investition damit nicht nur neue Jobs, sondern auch eine stärkere Rolle in einem Wachstumsfeld, das für die künftige Energie- und Dateninfrastruktur entscheidend ist. (red)