NEU-ISENBURG

Taxis und Mietwagen unter die Lupe genommen: Polizei zieht erschreckende Bilanz

Nach einer behördenübergreifenden Taxi- und Mietwagenkontrolle am Dienstag rund um Neu-Isenburg zieht die Polizei eine erschreckende Bilanz ...
Symbolbild (KI-generiert): Polizeipräsidium Südosthessen


Mittwoch, 22.07.2026

Nach einer behördenübergreifenden Taxi- und Mietwagenkontrolle am Dienstag rund um Neu-Isenburg zieht die Polizei eine erschreckende Bilanz: Bei der Hälfte der unter die Lupe genommenen Fahrzeuge gab es etwas zu beanstanden.

Zwischen 8.30 Uhr und 15 Uhr nahmen Kräfte der Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste gemeinsam mit dem zuständigen Fachbereich der Stadt Neu-Isenburg sämtliche Taxistände in Neu-Isenburg, Zeppelinheim und Gravenbruch sowie Fahrzeuge verschiedener Mietwagenanbieter genau unter die Lupe.

Bei der Hälfte gab es etwas zu beanstanden


Im Verlauf der Kontrollaktion überprüften die Einsatzkräfte insgesamt 62 Fahrzeuge, darunter 55 Taxis und Mietwagen, sowie 84 Personen. Das Ergebnis: Bei 32 Fahrzeugen stellten die Kontrolleure Verstöße gegen die Vorschriften des Taxi- und Mietwagenrechts fest. Auf die Verantwortlichen kommen nun teilweise empfindliche Bußgelder sowie weitere Maßnahmen, etwa Zuverlässigkeitsüberprüfungen, zu.

Besonders schwer wogen vier Fälle, in denen der Verdacht auf Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz bestand. Gegen die Verantwortlichen wurden Strafverfahren eingeleitet. Eine weitere Folge: Die Einsatzkräfte stellten die Kennzeichen sowie die Zulassungsbescheinigungen Teil I der betroffenen Fahrzeuge sicher.

Verstöße gegen das Personenbeförderungsrecht geahndet


Darüber hinaus ahndeten die Kontrollkräfte 17 weitere Verkehrsordnungswidrigkeiten. Hierzu zählten unter anderem die Nutzung sogenannter Blitzer-Apps während der Fahrt, Verstöße gegen das Personenbeförderungsrecht sowie unzulässiges Parken auf Busspuren und Taxiständen.

Auch Einsatzkräfte des Zolls beteiligten sich an der Kontrollaktion und überprüften sämtliche relevanten Fahrzeuge. Nach deren Auswertung werden weitere Verfahren erwartet. In einem Fall führten die Erkenntnisse bereits zu einer Folgemaßnahme: Im Frankfurter Bahnhofsgebiet wurde ein Gemüsegeschäft durchsucht. Hintergrund ist der Verdacht, dort unversteuerte Tabakwaren an einen der kontrollierten Taxifahrer verkauft zu haben. (red)