HESSEN
Badeseen in Hessen: Für diese Gewässer gelten Warnungen und Badeverbote
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Freitag, 31.07.2026
In Hessen bleibt es heißt: Bei hohen Temperaturen zieht es viele Menschen zur Abkühlung an die Badeseen. Doch Vorsicht: Nicht überall ist das Baden derzeit bedenkenlos möglich.
Wie das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) mitteilt, sind von den 61 an die EU gemeldeten Badeseen aktuell nur 44 ohne Einschränkungen nutzbar. Zwar bescheinigen die Experten den meisten Gewässern eine ausgezeichnete oder gute Wasserqualität, für einige Seen gelten jedoch Warnhinweise oder sogar Badeverbote.
Blaualgen: Gesundheitsämter raten vom Baden ab
An mehreren Badeseen wurden vermehrt Cyanobakterien – besser bekannt als Blaualgen – festgestellt. Deshalb raten die zuständigen Gesundheitsämter vom Baden ab oder empfehlen besondere Vorsicht.
Bereits Ende Juni wurde am Schultheis-Weiher im Landkreis Offenbach wegen einer starken Blaualgenbelastung ein Badeverbot verhängt. Blaualgen können gesundheitliche Beschwerden verursachen. Möglich sind unter anderem Magen-Darm-Probleme sowie Haut- und Augenreizungen nach dem Kontakt mit belastetem Wasser.
Auch an weiteren Gewässern wird derzeit vor dem Baden gewarnt. Betroffen sind unter anderem der Marbach-Stausee im Odenwaldkreis, der Große Woog und das Arheilger Mühlchen in Darmstadt, der Wißmarer See bei Gießen, der Fuldasee in Bebra-Breitenbach, das Licher Waldschwimmbad sowie der Grüne See in Nordhessen.
Schlechte Sicht macht Seen gefährlich
Nicht nur Blaualgen können zum Problem werden. An mehreren Badeseen warnen die Behörden außerdem vor schlechter Sicht unter Wasser. Dadurch steigt das Unfallrisiko, gleichzeitig werden Rettungseinsätze deutlich erschwert.
Warnhinweise gelten unter anderem für das Strandbad Nieder-Roden in Rodgau, den Guckaisee in der Rhön, die Grube Prinz von Hessen bei Darmstadt sowie das Südufer des Werratalsees bei Eschwege. Dort gilt: Baden auf eigene Gefahr.
Nach Einschätzung von HLNUG-Experte Winfried Staudt ist die schlechte Sicht unter Wasser sogar die größere Gefahr. Seine Faustregel: Wer bis zur Hüfte im Wasser steht und seine Füße nicht mehr sehen kann, sollte auf das Baden verzichten.