HANAU / HAINBURG

Nach Waldbrand bei Klein-Auheim und Hainburg: "Feuer ist Mahnung und Warnung"

Um Waldbrände möglichst zu verhindern, setzt Hanau auf eine Kombination aus Aufklärung, Kontrollen und moderner Technik.
Fotos: Stadt Hanau/Moritz Göbel


Donnerstag, 30.07.2026

Der Waldbrand westlich von Hainburg-Hainstadt und im Bereich der "Alten Fasanerie" im Hanauer Stadtteil Klein-Auheim, bei dem am Mittwoch rund 2,5 Hektar Wald zerstört wurden (KINZIG.NEWS berichtete), zeigt eindringlich, wie hoch die Gefahr durch anhaltende Hitze und Trockenheit derzeit ist.

„Dieses Feuer ist Mahnung und Warnung“, sagt Stadträtin und Feuerwehrdezernentin Isabelle Hemsley, die sich bei allen 200 Einsatzkräften, insbesondere den rund 120 ehrenamtlichen und hauptamtlichen Feuerwehrkameradinnen und Kameraden aus Hanau bedankt.

Zum Glück niemand verletzt


Die erste Alarmierung erfolgte am Mittwoch um 16.07 Uhr. Da sich das Feuer bis an den Tierpark "Alte Fasanerie" auf Hanauer Stadtgebiet ausbreitete, waren auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Hanau im Einsatz, um das Gelände zu kontrollieren und ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Verletzt wurde niemand.

„Der Einsatz macht deutlich, wie schnell sich ein Feuer bei den derzeitigen Bedingungen ausbreiten kann. Jeder Einzelne trägt Verantwortung dafür, Brände gar nicht erst entstehen zu lassen“, sagt Stadträtin Hemsley.

Der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) hat an sensiblen Stellen Warnschilder angebracht.

Grillen und offenes Feuer in öffentlichen Anlagen verboten 


Die Stadt Hanau erinnert deshalb daran, dass Grillen und Lagerfeuer in öffentlichen Anlagen grundsätzlich verboten sind. Das gilt auch für das Mainufer. Die beiden ausgewiesenen Grillplätze an der Klosterruine Wolfgang und an der Barbarossaquelle werden in den Sommermonaten wegen der hohen Waldbrandgefahr nicht vergeben.

Bereits ein kleiner Funke, eine glimmende Zigarette oder nicht vollständig abgelöschte Grillkohle können ausreichen, um trockene Vegetation in Brand zu setzen.

Hanau setzt auf Prävention, Kontrollen und moderne Löschtechnik


Um Waldbrände möglichst zu verhindern, setzt Hanau auf eine Kombination aus Aufklärung, Kontrollen und moderner Technik. Stadtpolizei und anlassbezogen die Reiterstaffel der Landespolizei zeigen verstärkt Präsenz in den Waldgebieten und sprechen Erholungssuchende gezielt auf die Gefahren an.

Die Feuerwehr Hanau hat mit dem Löschroboter „Magirus Wolf R1“ eine bundesweit beachtete Spezialtechnik, die insbesondere bei Vegetationsbränden in schwer zugänglichem Gelände eingesetzt werden kann. Ergänzend hat der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) an sensiblen Stellen neue Warnschilder mit dem Hinweis „Rauchen, Grillen und offenes Feuer strengstens verboten“ angebracht.

„Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger, die geltenden Verbote zu beachten und verdächtige Rauchentwicklungen oder Brände umgehend über den Notruf 112 zu melden. So kann jeder dazu beitragen, den Stadtwald und die Menschen, die dort unterwegs sind, zu schützen“, so Stadträtin Isabelle Hemsley. (red)