HESSEN
Hohe Waldbrandgefahr: Forstministerium ruft zweithöchste Alarmstufe aus
Symboldbild: Pixabay
Dienstag, 04.08.2026
Fortwährend steigt die Waldbrandgefahr: Das Hessische Forstministerium hat jetzt die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen - und bittet die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit.
Die Aussicht auf ein Anhalten der aktuellen Wetterlage mache diesen vorsorgenden Schritt erforderlich. Die lokal aufgetretenen Niederschläge hätten laut Ministerium zu keiner anhaltenden Entspannung der Waldbrandgefahr in Hessen geführt.
Hohe Waldbrandgefahr in weiten Teilen Hessens
Nach aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht in weiten Teilen Hessens hohe Waldbrandgefahr. Ergiebige, landesweite Niederschläge sind vorerst nicht in Sicht. Die Gefahrenlage bleibt angesichts der Trockenheit in Verbindung mit sommerlichen Temperaturen angespannt.
"In den zurückliegenden Monaten blieben wiederholt weite Teile Hessens ohne ergiebige Niederschläge. Nach vorläufigen Daten des DWD fielen im Juli in Hessen lediglich 14 l/m² Niederschlag, ein historischer Tiefstand verglichen zur Referenzperiode 1961 bis 1990. Die hohen Temperaturen und die intensive Sonneneinstrahlung verstärkten den Wassermangel zusätzlich. Insbesondere die Bodenvegetation, aber auch unverwertbares Kronenrestholz, Reisigmaterial und abgestorbene Bäume sind inzwischen stark ausgetrocknet und können somit leicht entzündbares Material darstellen", heißt es aus dem Forstministerium.
Verstärkte Überwachung und Einsatzbereitschaft durch Forstverwaltung
Seit Jahresbeginn sei es zu etwa 100 Waldbränden mit einer Schadfläche von rund 165.000 Quadratmetern gekommen - das entspreche in etwa der Größe von 23 Fußballfeldern. Mit dem Ausrufen der zweithöchsten Alarmstufe werde unter anderem sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden.
Die Forstverwaltung stelle zudem die technische Einsatzbereitschaft sicher und intensiviere den Kontakt zu den örtlichen Brandschutzdienststellen. In besonders gefährdeten Waldgebieten und Waldrandbereichen könne es zur Schließung von Grillplätzen kommen. Im Einzelfall sei auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und Waldflächen nicht ausgeschlossen.
"Das Forstministerium bittet alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, insbesondere mit Blick auf die aktuell intensive Freizeitnutzung im Wald, um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit ..."
Rauchen im Wald ist tabu
Im Wald sei das Rauchen grundsätzlich nicht gestattet: "Waldbrandgefahr geht auch durch achtlos aus dem Fahrzeugfenster geworfenen Zigarettenkippen entlang von Straßen aus. Alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden zudem gebeten, die Zufahrtswege in die Wälder nicht mit Fahrzeugen zu blockieren. Pkw dürfen nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden. Die Fahrzeuge sollten nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen. Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr (Notruf 112) zu informieren." (red)