MAINTAL

Rattenproblem in Maintal: Was Bürger wissen sollten

Wenn Essensreste über die Kanalisation entsorgt oder Abfälle offen gelagerte werden, kann dies Ratten anziehen..
Foto: Stadt Maintal
von Redaktion Kinzig.News


Sonntag, 16.08.2026

Abfälle in Toiletten und Spülbecken können in Maintal erhebliche Probleme verursachen. Sie verstopfen Rohre, beschädigen städtische Pumpen und erhöhen den Reinigungsaufwand in der Kläranlage. Speisereste im Abwassernetz bieten zudem Ratten reichlich Nahrung.

Die Stadtverwaltung ruft Bürger deshalb dazu auf, Abfälle richtig zu entsorgen und Müllbehälter sicher zu verschließen. Andernfalls drohen nicht nur Schäden am Kanalnetz, sondern auch steigende Abwassergebühren.

Fette und Speisereste werden zum Rattenfutter

Zu den größten Problemen gehören Fette, Öle und Lebensmittelreste, die über die Küchenspüle entsorgt werden. Die Stoffe lagern sich in den Rohren ab und können Blockaden verursachen. Zugleich schaffen sie eine leicht zugängliche Nahrungsquelle für Ratten.

Da sich die Tiere schnell vermehren, kann eine falsche Entsorgung in der Küche einen Befall in Wohngebieten und Gebäuden begünstigen. Lebensmittelreste aus privaten Haushalten gehören daher ausschließlich in die Restmülltonne oder den Bioabfall.

Mülltonnen und Säcke sicher verschließen

Auch Abfälle im Außenbereich sollten für Tiere nicht erreichbar sein. Müllsäcke und Müllbehälter müssen stets gut verschlossen werden. Die Stadt empfiehlt, die Deckel bei Bedarf zu beschweren, damit Tiere oder Wind sie nicht öffnen können.

Gekochte Speisereste gehören außerdem nicht auf offene Komposthaufen. Das Füttern von Tauben und Enten sollte unterbleiben. Vogelfutterhäuschen müssen so angebracht werden, dass Ratten das Futter nicht erreichen können.

Eigentümer müssen Ratten auf dem Grundstück bekämpfen

Wird auf einem privaten Grundstück ein Rattenbefall festgestellt, sind die Eigentümer gesetzlich verpflichtet, Bekämpfungsmaßnahmen einzuleiten. Keller, Schuppen und Höfe sollten regelmäßig entrümpelt werden, damit den Tieren möglichst wenige Nistplätze zur Verfügung stehen.

Für die öffentliche Kanalisation ist die Stadt zuständig. Dort dürfen ausschließlich speziell ausgebildete Fachleute eingesetzt werden, die von der Stadt Maintal beauftragt wurden.

Hygieneartikel gehören nicht in die Toilette

Neben Küchenabfällen landen häufig weitere Fremdstoffe im Abwasser. Slipeinlagen, Tampons, Wattestäbchen und Windeln gehören jedoch in den Restmüll. Das gilt ebenso für Zigarettenkippen, Medikamente, Chemikalien und Katzenstreu.

Als einfacher Leitspruch gilt nach Angaben der Stadt: „Außer Toilettenpapier gehört nichts in die Toilette, was nicht vorher den menschlichen Körper durchlaufen hat.“

Verstopfte Kanäle können Überflutungen auslösen

Blockaden im Kanalnetz können zu Rückstau und Überflutungen führen. Dadurch drohen erhebliche Sach- und Umweltschäden. Auch Pumpen und andere technische Anlagen können durch falsch entsorgte Abfälle beschädigt werden.

Je mehr Fremdstoffe in der Kläranlage entfernt werden müssen, desto höher fällt der Reinigungsaufwand aus. Die zusätzlichen Kosten können sich letztlich auf die Abwassergebühren aller Bürger auswirken.

Stadt Maintal stellt Informationsmaterial bereit

Der Fachbereich Infrastruktur bietet kostenfrei Abfalltrennplakate, Aufkleber für Abfallgefäße und eine Informationsbroschüre an. Der Flyer kann zudem auf der Internetseite der Stadt unter www.maintal.de/wasser-und-abwasser heruntergeladen werden.

Bei Fragen zur Abfallentsorgung sind die städtischen Berater unter der Telefonnummer 06181 400-200 erreichbar. Anfragen können außerdem per E-Mail an abfall@maintal.de gestellt werden. (red)