SCHLÜCHTERN
Wein, Musik und Rekorde: So feierte der Schlüchterner Carneval-Club im Schlosspark
Foto: Walter Dörr
Montag, 17.08.2026
Unter dem Motto „Beisamme hocke mit em guude Schoppe“ veranstalteten die Närrinnen und Narren des Schlüchterner Carneval-Club (SCC) „Die Spätzünder“ ein Weinfest, diesmal wieder am Lauter’schen Schlösschen und im Stadthallen-Park in Schlüchtern.
Bereits zum siebten Mal verwöhnten die in weinroten Vereinsshirts gekleideten Närrinnen und Narren die zahlreichen Gäste außerhalb der fünften Jahreszeit. „Ein Rekordbesuch“, freute sich der Kassierer. Edle Tropfen Rebensaft vom Vinum-Weindepot Schlüchtern schmeckten nach mehr. Dabei waren auch Flaschen Grauburgunder mit SCC etikettiert. Das Ganze in speziellen SCC-Weinfest-Gläsern kredenzt – es passte halt alles.
Süffige Cocktails fanden ebenfalls reißenden Absatz. Und wer andere alkoholische und nichtalkoholische Getränke wollte, kein Problem. Für das leibliche Wohl sorgte die Metzgerei Böhm aus Breunings mit Flammkuchen und Bratwürsten. Entsprechend der Temperatur gab es auch Eis (wie mit der Geschmacksrichtung Limoncello oder Lambrusco) vom Eiscafé Ciao Ciao Schlüchtern. In der lauen Sommernacht und dem einmalig schönen Ambiente heizten zunächst die „BiertranSPORTler“ mit zünftiger Blasmusik ein und dann die „Donnerhelden“ als Duo. Das diesjährige Weinfest war wieder ein Erfolg.
Das Lauter’sche Schlösschen
Das Lauter'sche Schlösschen in der Schlossstraße nahe der Stadthalle ist das älteste Profangebäude Schlüchterns. An gleicher Stelle stand 1338 ein Steinhaus, das Trimbergsche Hofgut. 1362 erhielt Sanne, die Witwe Hermanns von Schlüchtern, diesen klösterlichen Vogthof von Konrad von Trimberg zu Lehen. Um 1440 kam es in den Besitz von Hans Ernst von Lautern, der seinen Lehenssitz umbaute und erweiterte. Seit 1902 gehört die historische Immobilie der Stadt Schlüchtern. Eine Bürgermeisterwohnung wurde im Obergeschoss eingerichtet. Ins Erdgeschoss kam die Weitzelbücherei.
Ende des Zweiten Weltkriegs besetzte die amerikanische Besatzungsmacht das Schlösschen. 1947/48 diente es als Sitz der Spruchkammer zur Entnazifizierung ehemaliger Parteigenossen. Auch befanden sich bis 1951 darin das Geschäftszimmer der Europäischen Akademie und die Bibliothek des Amerika-Hauses. Ein Umbau des Schlösschens 1970/71 erfolgte zur Nutzung als Bergwinkelmuseum.
Klick dich durch die Fotostrecke unseres Fotografen Walter Dörr.