FRANKFURT AM MAIN/AMERSFOORT

Frankfurter Fahnder schnappen Drogen-Boss: Tonnenweise Kokain in Scheinfirmen getarnt

Der Frankfurter „Eingreifreserve“ ist ein großer Fisch des internationalen Drogenhandels ins Netz gegangen. (Symbolbild)
Foto: TechLine/pixabay
von Redaktion Kinzig News


Freitag, 21.08.2026

Endstation Frankfurt: Die Ermittler der Generalstaatsanwaltschaft haben einen dicken Fisch der internationalen Drogenmafia an Land gezogen. Am 20. August klickten die Handschellen, als ein 60-jähriger Niederländer endlich nach Deutschland ausgeliefert wurde.

Tonnenweise Kokain aus Brasilien und Kolumbien soll über Jahre hinweg nach Deutschland geflossen sein. Die Droge kam per Luftfracht oder versteckt in riesigen Seecontainern an. Doch die Hintermänner arbeiteten extrem gerissen. Die Ermittler der Frankfurter "Eingreifreserve", des Zolls und der Polizei deckten eine perfide Masche auf: Das Kartell kaperte gezielt deutsche Firmen und nutzte sie als Fassade für ihr Drogengeschäft.

Die miese Masche mit den Strohmännern

Hinter diesen Scheinfirmen saßen Strohmänner als Geschäftsführer, während im Hintergrund der Kokain-Schmuggel als vermeintlich legaler Warenimport abgewickelt wurde. Der jetzt ausgelieferte 60-Jährige soll dabei eine Schlüsselrolle gespielt haben. Als Gesellschafter und Chef der Tarnfirmen soll er den Kriminellen den Weg geebnet haben – im vollen Wissen um die illegale Fracht.

Bereits im Juni 2026 schlugen die Fahnder bei einer großangelegten Razzia in Herbon sowie in den Niederlanden zu. Drei Verdächtige wanderten damals sofort ins Gefängnis. Nun konnte auch der letzte große Fisch aus den Niederlanden überstellt werden. 

Endstation hinter Gittern

Nach seiner Landung in Deutschland ging es für den 60-Jährigen direkt vor den Haftrichter. Der Haftbefehl wurde verkündet, jetzt sitzt der mutmaßliche Gangster in Untersuchungshaft. Ein schwerer Schlag gegen den internationalen Drogenhandel.