LANGENSELBOLD
Groß-Angriff auf Drüsenameisen-Plage: Langenselbold startet neues Pilotprojekt
Foto: Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart (SMNS) / A. Bellersheim
Sonntag, 23.08.2026
Sie sind klein, schwarz und extrem lästig: Langenselbold geht gegen die „Große Drüsenameise“ vor. Doch was nach Naturidyll klingt, ist eine echte Bedrohung für unsere Infrastruktur.
Die Ameisen-Art stammt eigentlich aus dem Mittelmeerraum, fühlt sich aber in Hessen mittlerweile pudelwohl. Das Problem: Die Tiere treten massenhaft auf Hausfassaden und Wegen auf. Wer versucht, sie zu zerquetschen, wird mit einem beißenden Gestank bestraft, den heimische Arten nicht haben.
Gefahr für Strom und Straßen
Doch der Gestank ist nicht das Schlimmste. Die Drüsenameise bildet gigantische „Superkolonien“. Diese untergraben nicht nur Pflastersteine und Gehwege, sondern schrecken auch vor Technik nicht zurück. In betroffenen Gebieten haben die Tiere bereits elektrische Anlagen und Leitungen lahmgelegt. Ein echtes Sicherheitsrisiko!
Die Stadtverwaltung hat den Krabbeltieren den Kampf angesagt und startet jetzt ein Pilotprojekt. Das Ziel: die Populationen massiv eindämmen, bevor sie die ganze Stadt übernehmen.
Werdet zum Ameisen-Detektiv
Die Stadt bittet alle Bürger um Hilfe: Wer große Ansammlungen der schwarzen Krabbeltiere entdeckt, soll diese sofort melden – am besten mit Foto und genauem Fundort. Wichtig: Versucht nicht, die Nester auf eigene Faust zu bekämpfen! Da die Kolonien extrem weit verzweigt sind, richten Hausmittel meist nichts aus. Nur gemeinsam mit den Experten vom Amt für Bauen und Liegenschaften kann die Plage gestoppt werden.
Sichtung gemacht? Meldungen gehen an Telefon 06184/802-611 oder per Mail an s.bassermann@langenselbold.de.