MAINTAL

Ein Meilenstein für die Kinder- und Jugendarbeit

2011 baute die Stadt Maintal ein neues Kinder- und Jugendhaus im Stadtteil Bischofsheim, das sich seitdem zu einem unverzichtbaren und lebendigen Treffpunkt entwickelt hat.
Fotos: Stadt Maintal
von Redaktion Kinzig News


Dienstag, 25.08.2026

Seit 15 Jahren ist das Kinder- und Jugendhaus (KiJu) in Bischofsheim fester Bestandteil der offenen Kinder- und Jugendarbeit der Stadt Maintal. Was 2011 mit einem multifunktionalen, attraktiven Neubau begann, hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt. Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 22 Jahren finden hier Angebote für die Freizeitgestaltung und Unterstützung bei Sorgen oder Konflikten. Mit einem Fest am Samstag, 5. September, von 14 bis 22 Uhr, wird das Jubiläum gefeiert.

Das große Geburtstagsfest zum 15-jährigen Bestehen findet auf dem Vorplatz und im Kinder- und Jugendhaus, Bertha-von-Suttner-Weg 2 in Bischofsheim, statt – und alle Interessierten sind eingeladen. Es gibt Musik-Acts aus den Bereichen HipHop, Rock, Metal und elektronischer Musik, während Foodtrucks für ein vielfältiges Essensangebot sorgen. Neben Kinderschminken und einer Graffiti Aktion zum Mitmachen gibt es weitere Angebote für kleine und große Besucher*innen. Ein weiterer sehenswerter Beitrag ist die Antirassismus Ausstellung „Was ihr nicht seht“ vor Ort, die spannende Einblicke und Denkanstöße bietet.

Mitgestaltung statt starres Programm 

Von Beginn an orientiert sich das Kinder- und Jugendhaus an den Grundsätzen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Dabei stehen die Interessen und Bedürfnisse der Jungen und Mädchen im Mittelpunkt. Statt eines starren Programms bieten Tufan Yomolcay und sein Team offene Räume, die die Kinder und Jugendliche aktiv mitgestalten können. Dabei orientieren sich Sebastian Schmidt, Leiter der Einrichtung, und sein Team mit Leonie- Sophie Wilke, Charlotte Fleißig, Tufan Yomolcay, Peter Lenz, Jasmin Mack und Philipp Stoliar an den Wünschen der Besucher*innen.

Seit 15 Jahren gibt es das Kinder- und Jugendhaus in Bischofsheim. Das Jubiläum wird am 5. September gefeiert – und das Team um Tufan Yomolcay (links) freut sich auf viele Gäste.

„Seit 15 Jahren ist das Kinder- und Jugendhaus für junge Menschen aus Bischofsheim und Umgebung ein wichtiger Treffpunkt. Das engagierte Team stärkt mit seiner Arbeit soziale Kompetenzen, bietet Orientierung, Verständnis und Begleitung auch in schwierigen Lebensphasen. Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein freiwilliges Angebot – sie ist jedoch unverzichtbar, wenn wir Chancengerechtigkeit und Teilhabe fördern sowie jungen Menschen einen geschützten Raum bieten möchten, um sich weiterzuentwickeln“, unterstreicht Bürgermeisterin Monika Böttcher als zuständige Dezernentin. 

Herzstück des Kinder- und Jugendhauses ist der offene Treff. Hier bestimmen die jungen Menschen selbst, wie sie die Zeit gestalten möchten – mit Gesprächen, gemeinsamen Spielen, Lernen oder Zeit mit Freund*innen. Das Konzept wird gut angenommen, wie eine nicht-repräsentative Umfrage aus dem Februar zeigt. Diese ergab, dass täglich durchschnittlich 50 bis 70 Kinder und Jugendliche die Einrichtung besuchen. Insgesamt registrierte das Team im Februar 215 unterschiedliche Besucher*innen.

Zuhören, beraten und vermitteln 

Es sind vor allem Jungs, für die das KiJu ein wichtiger Treffpunkt ist. Im Befragungszeitraum waren knapp 72 Prozent männliche Besucher. Die meisten Gäste besuchen die Erich Kästner-Schule (38,6 Prozent), gefolgt vom Albert-Einstein-Gymnasium (12,1 Prozent). Dies zeigt auch, dass der Großteil der Kinder und Jugendlichen aus Bischofsheim kommt (62,3 Prozent). Zwar kommen auch aus den anderen drei Maintaler Stadtteilen junge Menschen nach Bischofsheim, aber ihr Anteil ist mit 10,2 Prozent (Dörnigheim), 5,6 Prozent (Hochstadt) und 2,8 Prozent (Wachenbuchen) deutlich geringer. Gleiches gilt für Besucher*innen aus den Nachbarstädten. Bei den Altersgruppen ist die Gruppe der Zwölf- bis 17-Jährigen am stärksten vertreten (12 Jahre: 12,6 Prozent; 13 Jahre: 14,9 Prozent, 14 Jahre: 11,2 Prozent, 15 Jahre: 12,3 Prozent, 16 Jahre: 9,3 Prozent, 17 Jahre: 10,7 Prozent).

Neben dem offenen Treff gibt es weitere Freizeit- und Bildungsangebote. Besonders gefragt ist der Sportbereich mit einem gut ausgestatteten Boxraum für das individuelle Boxtraining. Dreimal pro Woche findet zusätzlich ein angeleitetes Training statt – montags exklusiv für Mädchen sowie mittwochs und freitags als gemischtes Angebot. Ebenfalls gut angenommen werden die Musikprojekte. Auch gemeinsames Kochen, Hallenfußball, Fitnessangebote, multimediale Projekte, Tagesausflüge und Ferienfreizeiten und Ferienspiele gehören zum Programm.

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist die individuelle Begleitung der jungen Menschen. Die Mitarbeitenden unterstützen bei Konflikten im Freundeskreis oder in der Familie, bei Problemen in der Schule oder auf dem Weg in Ausbildung und Beruf. Sie hören zu, beraten und vermitteln bei Bedarf weiter.