FRANKFURT AM MAIN
Zwei Todesfälle am Frankfurter Flughafen: Mitarbeiter sterben nach Malaria-Infektion
Foto: Lipso_Kozerga/pixabay
Donnerstag, 27.08.2026
Bestürzung am größten deutschen Airport: Wie mehrere Medien berichten, ist ein Mitarbeiter der Fraport infolge einer Malaria-Infektion verstorben. Ein Sprecher des Flughafenbetreibers bestätigte den tragischen Vorfall: „Das können wir leider bestätigen. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen.“ Es ist bereits der zweite Todesfall innerhalb weniger Wochen. Während ein Opfer bereits im Juli verstarb – die Diagnose wurde hier erst nachträglich gestellt –, ereignete sich der zweite Fall im August.
Nach Erkenntnissen des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Frankfurter Gesundheitsamtes wurde die Krankheit durch infizierte Mücken übertragen, die vermutlich als „blinde Passagiere“ in Flugzeugen oder im Gepäck aus Malariagebieten eingeschleppt wurden. Das RKI schreibt dazu: „Es wird davon ausgegangen, dass die Infektion durch eine mit dem Flugzeug importierte infizierte Anophelesmücke übertragen wurde.“
Insgesamt sechs Beschäftigte hatten sich bei ihrer Arbeit mit der sogenannten „Malaria tropica“ angesteckt – der gefährlichsten Form der Infektion. Den anderen vier Betroffenen geht es nach behördlichen Angaben glücklicherweise wieder gut.
Keine Gefahr für Anwohner und Passagiere
Trotz der tragischen Ereignisse betonen Experten, dass keine Gefahr für die breite Öffentlichkeit besteht. Gesundheitsamts-Leiter Peter Tinnemann erklärte: „Wahrscheinlich ist die Mücke schon tot. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das von Mensch zu Mensch ausweitet, ist nicht gegeben. Das Risiko für die Frankfurter Bevölkerung ist vernachlässigbar.“ Zur Sicherheit wurden am Flughafengelände Mückenfallen aufgestellt, die derzeit im Labor ausgewertet werden.
Da die sogenannte „Flughafen-Malaria“ in Deutschland extrem selten ist (der letzte dokumentierte Fall am Frankfurter Flughafen stammt aus dem Jahr 2023), wird sie von Ärzten oft nicht sofort erkannt. Das RKI rät Medizinern daher zur Wachsamkeit: „Ärztinnen und Ärzte, die Personen betreuen, die an Flughäfen mit interkontinentalen Flugverbindungen arbeiten oder sich in ihrer unmittelbaren Nähe aufhalten, sollten vor allem im Sommer bei unklarem Fieber und fehlender Reiseanamnese eine solche Infektion in Betracht ziehen. Das Auswärtige Amt ergänzt warnend: „Besonders bei Risikogruppen kann die Krankheit zu Koma und Tod führen. Schutz vor Mückenstichen und die Einnahme von vorbeugenden Medikamenten können die Erkrankung verhindern.“ Frühzeitig erkannt, ist Malaria heute gut behandelbar.