FULDA / MKK
Impuls von Stefan Buß: "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen – du bist mein – Mariae Namen!"
Foto: Hendrik Urbin/KN
Samstag, 12.09.2026
Am 12. September feiern wir das Fest Mariä Namen. Ein Name ist mehr als eine Bezeichnung. Mit unserem Namen sind unsere Geschichte, unsere Beziehungen und unsere Persönlichkeit verbunden. Wenn jemand unseren Namen kennt und uns beim Namen ruft, dann zeigt das: Du bist für mich nicht irgendeiner. Ich kenne dich.
Das gilt in besonderer Weise für Maria. Ihr Name steht in der Geschichte des Glaubens für eine Frau, die ganz auf Gott vertraut hat. Als der Engel sie grüßte, antwortete sie: „Mir geschehe nach deinem Wort.“ (Lk. 1,38). Maria wusste sich von Gott angesehen und gerufen.
Und genau das sagt Gott auch zu jedem von uns durch den Propheten Jesaja: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, mein bist du.“ (Jes. 43,1).
Was für ein tröstliches Wort! Gott kennt nicht nur die Menschheit im Allgemeinen. Er kennt mich. Er kennt meinen Namen, meine Geschichte, meine Sorgen und Hoffnungen, meine Stärken und meine Schwächen.
Vielleicht erleben wir heute oft das Gegenteil: Menschen werden zu einer Nummer, zu einem Fall, zu einer Statistik. Gott aber sagt: Du bist keine Nummer. Du bist nicht austauschbar. Du bist mein geliebtes Kind.
Wenn wir heute Mariä Namen feiern, dürfen wir uns daran erinnern: Auch unser eigener Name ist ein Zeichen dafür, dass wir von Gott persönlich gerufen sind. In der Taufe wurde unser Name ausgesprochen. Gott hat damals gleichsam gesagt: Du gehörst zu mir. Ich gehe deinen Weg mit dir.
Bitten wir Maria, dass sie uns hilft, auf diesen Ruf Gottes zu hören und ihm zu vertrauen. Denn er kennt unseren Namen. Und was immer kommt, sein Wort gilt: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen – du bist mein.“