FRANKFURT AM MAIN

Bis zu 1.000 Euro Strafe: Frankfurt geht härter gegen Müllsünder vor

Die Stadt Frankfurt greift künftig härter durch bei Müllsündern. (Symbolbild)
Foto: manfredrichter/pixabay
von Redaktion Kinzig News


Samstag, 05.09.2026

Wer in Frankfurt Abfälle achtlos auf die Straße wirft, Hundekot liegen lässt oder illegal Sperrmüll entsorgt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Stadt hat ihre Bußgelder für verschiedene Verschmutzungen kräftig angehoben. Seit dem 1. Oktober 2025 werden für illegale Müllablagerungen teilweise bis zu 1.000 Euro fällig. 

Parallel zu den höheren Strafen verstärkte das Ordnungsamt die Kontrollen. Uniformierte und zivile Kräfte waren unter anderem an der Mainzer Landstraße, am Kaisersack und an der Hauptwache unterwegs – Bereiche, die als besonders problematisch gelten. 

Schon kleine Abfälle kosten 120 Euro

Für weggeworfene Zigarettenkippen, Kaugummis, Kaffeebecher, Papier, Essensreste oder andere kleinere Abfälle werden nun 120 Euro fällig. Zuvor lag das Bußgeld bei 55 Euro.

Bei einer der ersten Kontrollen wurde ein Mann erwischt, der Abfall in die Gosse geworfen hatte. Neben dem Bußgeld musste er den Müll unmittelbar wieder aufheben. Bei einem weiteren kontrollierten Mann stellten die Mitarbeiter fest, dass gegen ihn ein offener Haftbefehl vorlag. Er wurde daraufhin festgenommen. 

Hundekot kann bis zu 500 Euro kosten

Deutlich teurer wird es auch für Hundehalter. Wer die Hinterlassenschaften seines Tieres nicht beseitigt, muss mit einem Bußgeld von 400 Euro rechnen. Zuvor waren es 120 Euro. Liegt der Hundekot in einer Grünanlage, steigt die Strafe sogar auf 500 Euro.

Auch öffentliches Urinieren wird deutlich stärker geahndet. Statt bislang 70 Euro werden dafür nun 300 Euro verlangt. 

Illegaler Sperrmüll wird besonders teuer

Die höchste der neuen Strafen betrifft illegal abgeladenen Sperrmüll. Dafür können 1.000 Euro fällig werden – viermal so viel wie zuvor. Mitarbeiter des Ordnungsamtes suchen an entsprechenden Ablagestellen nach Hinweisen auf mögliche Verursacher.

Bei den Kontrollen wurden an mehreren bekannten Müll-Hotspots größere Mengen illegal entsorgten Sperrmülls entdeckt. Die Ermittler untersuchten die Ablagerungen anschließend nach Anhaltspunkten, die zu den Verantwortlichen führen könnten. 

Stadt kündigt weitere Kontrollen an

Frankfurt will es nicht bei einzelnen Aktionen belassen. Die Stadt kündigte weitere Kontrollen an, bei denen gezielt gegen Verschmutzungen im öffentlichen Raum vorgegangen werden soll.

Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) begründete das Vorgehen mit dem Ziel, Frankfurt sauberer und lebenswerter zu machen. Wer die geltenden Regeln missachte, müsse künftig mit deutlich spürbareren Konsequenzen rechnen.