HANAU / RATINGEN
Auswärts war nichts zu holen: HSG Hanau kehrt mit Niederlage aus Ratingen zurück
Foto: HSG Hanau
Montag, 07.09.2026
Die HSG Hanau ist mit einer deutlichen Niederlage in die neue Drittliga-Saison gestartet ...
In Düsseldorf-Ratingen unterlagen die Grimmstädter am Samstagnachmittag bei interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen mit 23:30 (9:15) und hinterließen dabei vor allem in der Offensive einen schwachen Eindruck. Cedric Schiefer war mit sechs Treffern noch der auffälligste Hanauer Akteur.
"Das war ein bitterer Schlag"
„Das war ein bitterer Schlag, den wir uns hier abgeholt haben und in erster Linie haben wir uns das mit einer schwachen Angriffsleistung selbst verschuldet", bilanzierte HSG-Trainer Axel Spandau nach dem Spiel. „Halbzeitübergreifend, von der 19. bis zur 40. Minute, haben wir einen drei zu vierzehn Lauf erhalten. Da scheitern wir vorne vor allen Dingen an Sebastian Bliß in freien Situationen oder teilweise auch in unvorbereiteten Situationen. Der Deckungsverband hat grundsätzlich eine ganz ordentliche Leistung abgeliefert. Aber Schwachpunkt war definitiv die Durchschlagskraft im Angriff."
Technische Fehler kosten besseres Halbzeitergebnis
Die Partie begann ausgeglichen: Nach 55 Sekunden traf Frederik Waldbach zur Führung für die Gastgeber, Cedric Schiefer antwortete in der zweiten Minute umgehend zum 1:1. Doch der frühe Spielrhythmus geriet aus den Fugen: In der dritten Minute mussten Jan-Eric Kleemann und Dziugas Jusys binnen weniger Sekunden beide mit Zeitstrafen auf der Bank Platz nehmen. Düsseldorf-Ratingen nutzte die doppelte Überzahl sofort und baute seinen Vorsprung auf 3:1 aus
Lukas Böhm und erneut Schiefer hielten ihre Farben beim 2:4 (7.) im Spiel, ehe Mark Szabo auf 6:3 stellte. Die Grimmstädter blieben geduldig: Cedric Marquardt und David Rivic verkürzten auf 5:6 (11.), wiederum Marquardt im Tempogegenstoß und Aktivposten Schiefer drehten den Spielstand auf 8:7, damit lagen die Grimmstädter in der 15. Minute erstmals in Führung. Jan-Philipp Winkler erhöhte sogar auf 9:7 (19.). Postwendend gab es den Anschlusstreffer durch den besten Torschützen Emil Kübler zum 9:8.
Im Anschluss verloren die Grimmstädter ihren Spielfluss im Angriff und die Partie kippte durch eine inkonsequente Chancenverwertung und eine Vielzahl an technischen Fehlern. Düsseldorf-Ratingen zog binnen fünf Minuten von 9:9 auf 11:9 davon. Trainer Axel Spandau zog nun sein erstes Timeout (24.). Doch dieses verpuffte. Fünf Angriffe ohne Torerfolg führten mit dem Treffer von Tjark Seher zum 9:15 Halbzeitrückstand.
Entscheidung fällt zwischen der 30. und der 42. Minute
Die zweite Halbzeit begann, wie die erste: Schiefer traf zum 10:15, Kübler antwortete sofort für Düsseldorf und stellte wieder auf Sechs-Tore-Vorsprung. In der 32. Minute bot sich Cedric Marquardt die Gelegenheit zum Anschluss — in Überzahl und mit dem Ball beim Siebenmeter in der Hand. Er scheiterte am starken Bliß im Tor der Ratinger. Auf der Gegenseite traf Kübler zu erstmaligen 7-Tore-Führung (17:10). In Überzahl verkürzten Schiefer und Böhm nochmals auf 12:17. Die Abwehr packte weiterhin beherzt zu, doch die das fehlerbehaftete Angriffsspiel lud die rot-blau gekleideten Gastgeber immer wieder ein über ihr Tempospiel zu einfachen Toren zu kommen. Dies war die entscheidende Phase des Spiels. Zwischen der 34. und der 42. Minute gelang den Hanauer kein Tor und Düsseldorf-Ratingen stellte mit einem 5:0-Lauf auf 22:12.
Den Lauf der Ratinger unterbrach Jan-Philipp Winkler in der 43. Minute. Die HSGler steckten nicht auf und versuchteb immer wieder, in der Abwehr Ballgewinne zu erzielen, um im Umschaltspiel den Abstand zu verkürzen. Doch der Gastgeber hatten immer wieder eine Antwort parat. Auch auf die offensiv ausgerichtete Deckungsvariante der Hanauer hatten sie Lösungen. Bis zur 54. Minuten pendelte sich der Abstand ein, ehe die Blau-Weißen nochmals alles in die Waagschale warfen und binnen drei Minuten auf 22:27 durch David Rivic an Düsseldorf herankamen. Doch Lennart Schröder machten mit seinem Treffer zum 28:22 den Deckel auf die Partie. Malte Just traf in der letzten Sekunde noch zum 23:30-Endstand.
„Aus dem Loch, das wir uns geschaufelt haben, müssen wir uns durch gute Trainingsleistung und einen engagierten Auftritt auswärts wieder selbst rausziehen“, so Jan-Eric Kleemann.
Dies können die Grimmstädter bereits nächste Woche - wieder auswärts - gegen die TSG Münster nachweisen. Am Samstag, dem 12. September, um 17:00 Uhr in der Eichendorffschule Kelkheim kommt es dann zum Wiedersehen mit Nils Schröder, der zu dieser Saison zum Ligakontrahenten gewechselt ist. (red)