WÄCHTERSBACH

Wächtersbach: "Auf der Platte" surft Ihr ab sofort mit Glasfaser

Adam Michelbach, Landrat Thorsten Stolz, Breitband-Geschäftsführerin Simone Roth, Uwe Häuser, Erster Kreisbeigeordneter Jannik Marquart und Bürgermeister Andreas Weiher (v.li.).
Foto: Bensing & Reith


Dienstag, 08.09.2026

Die Bürgerinnen und Bürger in Wittgenborn, Waldensberg und Leisenwald surfen ab sofort mit Glasfaser ...

Die Breitband Main-Kinzig GmbH hat ihren Ausbau auf der Wächtersbacher Platte fertiggestellt. Die Anschlüsse werden in den nächsten Wochen von Vodafone aktiv geschaltet.

"Eine Erfolgsgeschichte"


„Unsere Projektzeit in Wächtersbach war total klasse. Die schnellen Absprachen zwischen Bauamt, Bürgerinnen und Bürgern, dem Bürgermeister und unserem Tiefbauunternehmen Furkan Bau haben maßgeblich zum Erfolg beigetragen“, sagte Simone Roth, Geschäftsführerin der Breitband Main-Kinzig GmbH bei einem kleinen Bürgerfest im Wittgenborner Dorfgemeinschaftshaus. 

In nur elf Monaten wurden 689 Gebäude und damit 92 Prozent der Gebäude in Wittgenborn, Waldensberg und Leisenwald an das Glasfaser-Netz angeschlossen. „Es ist ein richtiges Gemeinschaftsgefühl entstanden“, sagte Bürgermeister Andreas Weiher, „überall hat sich herumgesprochen, dass die Breitband Main-Kinzig baut. Da wollten alle dabei sein und die Chance nicht verpassen.“

In Wächtersbach gibt es eine besondere Situation


Die Breitband Main-Kinzig GmbH konnte laut Förderrichtlinie nur in den Stadtteilen „auf der Platte“ Glasfaser verlegen. Die Talgemeinden Wächtersbachs werden privatwirtschaftlich von Vodafone ausgebaut. Hier müssen die Bürgerinnen und Bürger zwingend einen Vertrag mit Vodafone schließen, um einen Anschluss zu erhalten. Der Ausbau hat mit dem kreiseigenen Infrastrukturprojekt nichts zu tun.

Jannik Marquart, Kreisbeigeordneter und Breitband-Aufsichtsratsvorsitzender, sagte: „Das Team der Breitband leistet Großes, obwohl es aus nur acht Personen besteht. Die Mitarbeiter sind immer ansprechbar, kümmern sich und stellen sich allen Herausforderungen. Hier wird Zukunft für die Bürgerinnen und Bürger des Kreises gebaut.“

"Glasfaser schafft Wertschöpfung vor Ort"


Von den anwesenden Wächtersbachern gab es viel Lob für das ausführende Tiefbauunternehmen Furkan Bau für die Zuverlässigkeit und die gute Arbeit. Landrat Thorsten Stolz ergänzte: „Glasfaser schafft Wertschöpfung vor Ort. Unser Kreis hat Verantwortung übernommen und wird modern. Der ländliche Raum wird aufgewertet, sodass die Arbeits- und Lebensqualität steigt.“


Insgesamt belaufen sich die Kosten des flächendeckenden Glasfaser-Ausbaus im Kreis auf 270 Millionen Euro. Bund, Land und Kreis unterstützen das Projekt mit Fördergeldern. Deshalb muss sich die Breitband Main-Kinzig GmbH auch streng an die Förderrichtlinie halten, die einerseits besagt, dass in Kabelnetzgebieten nicht ausgebaut werden darf. Andererseits darf die Breitband Main-Kinzig GmbH nicht bauen, wenn bereits ein privatwirtschaftlicher Ausbau angekündigt wurde oder durchgeführt wird. Genau von diesem Fall sind die Talgemeinden in Wächtersbach betroffen. 

Und wie geht es jetzt in Wächtersbach weiter?


Simone Roth erklärte abschließend: „Die Bürgerinnen und Bürger, die von uns einen kostenlosen Anschluss bekommen haben, können sich jetzt aussuchen, ob sie das Kabel erstmal ungenutzt liegen lassen, oder einen Vertrag mit Vodafone oder M-net schließen, um die Gigabit-Geschwindigkeiten zu empfangen.“ (red)