BAD SODEN-SALMÜNSTER

Bad Soden-Salmünster: Sexuelle Übergriffe? Vorwürfe gegen ehemaligen Kita-Mitarbeiter

Gegen einen ehemaligen Mitarbeiter einer städtischen Kindertagesstätte in Bad Soden-Salmünster wird aktuell ermittelt. Gegenstand der Ermittlungen seien Vorwürfe wegen des unangemessenen Verhaltens gegenüber Kindern, teilt die Stadt mit.
Symbolbild: Pixabay


Mittwoch, 16.09.2026

Gegen einen ehemaligen Mitarbeiter einer städtischen Kindertagesstätte in Bad Soden-Salmünster wird aktuell ermittelt.

Gegenstand der Ermittlungen seien Vorwürfe wegen des "unangemessenen Verhaltens gegenüber Kindern", teilt die Stadt mit. Es werde zudem geprüft, ob das Verhalten einen sexuellen Hintergrund haben könnte. Der betroffene Mitarbeiter sei nicht mehr in der Einrichtung beschäftigt.

Unabhängige Prüfung durch Behörden und Fachaufsicht


Die Stadt habe den Sachverhalt "unverzüglich" an die Polizei und die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Das zuständige Jugendamt sei als fachliche Aufsicht ebenfalls einbezogen worden. Die Stadt arbeite eng mit den ermittelnden Behörden zusammen und stelle alle für die Aufklärung relevanten Unterlagen und Informationen zur Verfügung.

Externe Unterstützung und Schutzangebote


"Zur fachlichen Begleitung der Einrichtung und zur Unterstützung von Kindern, Eltern und Beschäftigten wird die Stadt eine unabhängige externe Fachperson für Kinderschutz und Krisenbegleitung hinzuziehen. Diese Fachperson wird die Kita beraten, geeignete Unterstützungsangebote koordinieren und Ansprechperson für Betroffene sein", heißt es aus dem Rathaus.

"Der Schutz und das Wohlergehen der Kinder haben für uns oberste Priorität. Wir setzen alles daran, die erhobenen Vorwürfe vollständig und unabhängig aufklären zu lassen und die zuständigen Behörden dabei umfassend zu unterstützen", erklärt Bürgermeister Dominik Brasch.

"Es gilt die Unschuldsvermutung"


Aus Rücksicht auf das laufende Ermittlungsverfahren sowie den Schutz der Persönlichkeitsrechte betroffener Kinder und weiterer Beteiligter werde die Stadt keine Angaben zu den konkreten Vorwürfen, zu möglichen betroffenen Kindern oder zum Ermittlungsstand machen. Bis zu einer abschließenden Klärung gelte die Unschuldsvermutung.

Die Eltern der Kita-Kinder seien in einer kurzfristig einberufenen Informationsveranstaltung über die Situation und das weitere Vorgehen informiert worden: "Bei Bedarf werden weitere Informationsangebote, Gesprächstermine und Unterstützungsleistungen durch die hinzugezogene Fachperson organisiert ..." (red)