GELNHAUSEN / MKK

Gegen Gewalt an Frauen: Netzwerk "aristanet" stellt neuen Benefiz-Kunstkalender vor

Die farbenfrohe Präsentation des Kunstkalenders 2027.
Fotos: MKK-Pressestelle


Mittwoch, 23.09.2026

Gemeinsam mit Grit Ciani, der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Main-Kinzig-Kreises, hat das Frauennetzwerk "aristanet" seinen Benefiz-Kunstkalender 2027 im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen vorgestellt.

Unter dem Motto „Gemeinsam stark - Kunst von Frauen für Frauen“ machen 13 Künstlerinnen aus der Region mit ihren Werken auf häusliche Gewalt bis hin zum Femizid aufmerksam.

Ein starkes Zeichen gegen häusliche Gewalt


Seit inzwischen sechs Jahren setzt das Frauennetzwerk "aristanet" mit dem Benefiz-Kunstkalender ein starkes Zeichen gegen häusliche Gewalt.

„Es ist beeindruckend zu was für einem großartigen Projekt sich die Idee entwickelt hat“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Jannik Marquart mit Blick auf die wachsende Resonanz. Nicht nur die Verkaufszahlen seien hervorragend, auch das Interesse und die Beiträge der Künstlerinnen verdienten große Anerkennung. „Der besondere Dank gilt aber vor allem dem engagierten Team, dass immer wieder einen tollen Kalender für einen guten Zweck auf die Beine stellt“, betont Marquart anlässlich der Präsentation im Main-Kinzig-Forum.

"Täter von sexualisierter und patriarchaler Gewalt sind überwiegend männlich"


Der gesamte Erlös aus dem Kalenderverkauf kommt jeweils dem Verein „Frauen helfen Frauen“ zugute, der in Wächtersbach das Frauenhaus sowie eine Beratungsstelle für Betroffene betreibt. 

„Die Zahlen zeigen: Täter von sexualisierter und patriarchaler Gewalt sind überwiegend männlich. Hilfe für die Opfer ist unerlässlich, aber nur ein Teil der Lösung des Gewaltproblems. Beratung von Tätern kann zugleich Schutz der Opfer vor weiterer Gewalt sein. Daher möchten wir mit der sechsten Auflage unseres Benefiz-Kunstkalenders auch auf die Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt aufmerksam machen“, erklärt Friedrike Ley, Vorsitzende von "aristanet".

Künstlerisches Schaffen rückt wichtiges Thema in die Öffentlichkeit


Das Titelbild des Kalenders hat die Künstlerin Sieglinde Putze aus Hasselroth gemalt. Es zeigt - angelehnt an den Fauvismus - mehrere dicht gedrängte Gesichter in expressiven leuchtenden Farben. Auf den zwölf Monatsblättern sind die Arbeiten die Künstlerinnen Sonja Andres, Sybille Behrens, Simone Höhn, Birgit Klein, Natalie Milosevic, Ute Ringwald, Julia Roppel, Sina Schulz, Vera Stein, Kerstin Streicher, Evelin Tost und Marie Zoubek zu sehen.

Gemeinsam ist den Arbeiten der 13 Künstlerinnen, dass sie das Motto des Kalenders aufgreifen - überwiegend in gegenständlicher, aber auch in abstrakter Form. Die Monatsblätter sind in einer kleinen Schachtel verpackt, die zugleich als Aufsteller dient. Auf der Rückseite finden sich Informationen zu den Künstlerinnen. Außerdem enthält der Kalender Kontaktdaten von Anlaufstellen, an die sich Betroffene wenden können sowie Informationen für alle, die helfen wollen.

Kalender sind ab Oktober erhältlich


Der Kalender wurde erneut in einer Auflage von 1.200 Stück gedruckt. Die vorgestanzten Kalenderschachteln werden in den nächsten Wochen in Handarbeit gefaltet und mit den Monatsblättern sowie den zusätzlichen Informationen bestückt. Wer diese Arbeit tatkräftig unterstützen möchte, ist eingeladen, sich per E-Mail an kalender@aristanet.de zu melden.

Die fertigen Kalender sind ab Oktober zum Stückpreis von zehn Euro erhältlich. Der Verkaufserlös geht dank Übernahme der Produktionskosten durch die Kreissparkasse Gelnhausen, die Kreiswerke Main-Kinzig, die Stadtwerke Gelnhausen und die Agentur brandesmedia zu hundert Prozent an den Verein "Frauen helfen Frauen Wächtersbach". (red)