HESSEN / MKK
Ekelalarm in den eigenen vier Wänden: Warum Ihr die achtbeinigen Krabbler wieder vor die Tür befördern solltet
Symbolbild: Pixabay
Freitag, 09.10.2026
Mit seinen ersten kalten Nächten ist der Herbst für viele Menschen eine typische Spinnenzeit ...
Denn plötzlich werden überall die filigranen Kunstwerke ihrer Netze in Tau und Nebel sichtbar. Doch nicht nur draußen, auch im Haus kommt es nun zu vermehrten Begegnungen mit den achtbeinigen Krabblern.
Spinnen suchen nach frostfreien Verstecken
„Viele Menschen fragen sich, warum gerade jetzt so viele Spinnen unterwegs sind. Tatsächlich fallen sie uns im Herbst aber nur stärker auf. Sie suchen nun nach frostfreien Verstecken für den Winter und kommen dabei auch in unsere Wohnungen“, erklärt Maik Sommerhage, Landesvorsitzender des NABU Hessen.
Dabei ist die trockene Wohnungsluft für die meisten Spinnen kein guter Lebensraum. Hier verenden sie meist schon nach kurzer Zeit, die niedrige Luftfeuchtigkeit lässt sie austrocknen. Für die nützlichen Achtbeiner sind kleine Holzstapel, ein Steinhaufen oder aufgehäuftes Laub im Garten am besten zum Überwintern geeignet. Sobald es richtig kalt wird, verkriechen sie sich und verbringen dort den Winter in einer Kältestarre. Als wechselwarme Tiere passen sich Spinnentiere der Außentemperatur an.
Gartenspinnen wieder heraussetzen
Wer typische Gartenspinnen wie Kreuzspinne, Wespenspinne oder Zebraspringspinne in der Wohnung bemerkt, sollte sie am besten gleich wieder vor die Tür setzen. „Spinnen sind ein wichtiger Teil eines gesunden Gartens. Sie vertilgen nicht nur viele Mücken und andere Insekten, sondern zeigen auch an, ob die Natur noch in Ordnung ist“, erläutert Sommerhage.
Deshalb sollte man Spinnen, die sich im Herbst in die Wohnung verirrt haben, behutsam wieder in den Garten befördern. Dazu kann man sie vorsichtig mit einem Glas und einem Stück Pappe einfangen und nach draußen bringen. Dort suchen sie sich dann selbst ein passendes Winterversteck.
Hausspinnen mögen trockene Wärme
Es gibt auch Spinnen, die gut mit trockener warmer Luft klarkommen und in unseren Wohnungen einen idealen Lebensraum gefunden haben. Sie leben das ganze Jahr im Haus und helfen als Insektenjäger dabei, auch in mückenreichen Nächten gut schlafen zu können. Zu den häufigsten Hausspinnen gehören die Hauswinkel-, die Zitter- und die Nosferatuspinne. (red)