SINNTAL
Schock im Bergwinkel: 460 Jobs vor dem Aus!
Archivfoto: KN/Justin Möser
Freitag, 09.10.2026
Ein schwerer Schlag für den Bergwinkel!
Beim Automobilzulieferer OPmobility steht der Produktionsstandort in Sinntal-Sterbfritz vor dem Aus. Bis Ende 2027 könnten rund 460 Arbeitsplätze wegfallen. Für die Beschäftigten und ihre Familien ist das eine dramatische Nachricht – und für die gesamte Region ein herber Verlust.
Die Unternehmensführung begründet die geplante Schließung mit sinkender Nachfrage und schwierigen Marktbedingungen. OPmobility produziert unter anderem Stoßfänger und weitere Außenteile für Autos. Die Krise in der Automobilindustrie trifft offenbar auch den Standort im Main-Kinzig-Kreis mit voller Wucht.
„Ein herber Schlag für die Region“
Die Kreisspitze reagiert mit Bestürzung auf die Ankündigung. Landrat Thorsten Stolz und Erster Kreisbeigeordneter Jannik Marquart zeigen zwar Verständnis dafür, dass die Branche angesichts globaler Einflüsse unter Druck steht. Doch die Konsequenzen für die Menschen vor Ort wiegen schwer.
Besonders bitter: Mit dem möglichen Ende des Standorts droht auch wertvolles Fachwissen verloren zu gehen. Die Beschäftigten hätten über Jahre hinweg Erfahrung und Expertise aufgebaut, betonen Stolz und Marquart. Eine Entlassung von so vielen Fachkräften sei deshalb nicht nur für die Betroffenen ein Einschnitt, sondern auch eine verpasste Chance für die Zukunft der Region.
Kreisspitze will für die Mitarbeiter kämpfen
Die klare Botschaft aus dem Kreishaus: Die Beschäftigten sollen in dieser schwierigen Situation nicht allein dastehen. Nach Angaben des Kreisausschusses gab es bereits einen ersten Kontakt zur Unternehmensspitze. Auch mit Sinntals Bürgermeister Thomas Henfling steht die Kreisspitze im Austausch.
Als Nächstes soll ein Gespräch mit der Arbeitnehmervertretung folgen. Dabei geht es vor allem darum, wie die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den anstehenden Verhandlungen berücksichtigt werden können.
Hoffnung auf faire Lösungen
Landrat Stolz und sein Stellvertreter Marquart versprechen, alle verfügbaren Möglichkeiten zur Unterstützung auszuschöpfen. Zwar seien die Handlungsspielräume der Kommunalpolitik begrenzt, dennoch wolle man sich für faire und tragfähige Lösungen einsetzen.
Für die rund 460 Beschäftigten bleibt die Zukunft vorerst ungewiss. Bis Ende 2027 steht viel auf dem Spiel: Arbeitsplätze, berufliche Perspektiven und ein wichtiger Teil der industriellen Struktur im Bergwinkel. Jetzt kommt es darauf an, welche Lösungen in den kommenden Wochen und Monaten gefunden werden.