OFFENBACH
Auto angezündet: Couragierte Zeugen stoppen Feuerteufel - Handschellen klickten
Symbolbild: KN/Jonas Wenzel (Yowe)
Dienstag, 13.10.2026
Nicht wegsehen, sondern handeln: Aufmerksame Zeugen haben in der Nacht zu Dienstag in Offenbach einen mutmaßlichen Fahrzeugbrandstifter verfolgt, gestellt und der Polizei übergeben. Damit ermöglichten sie die schnelle vorläufige Festnahme eines 38-jährigen Tatverdächtigen.
Die Zeugen, die sich in einer Gaststätte in der Luisenstraße aufhielten, hatten kurz vor 1 Uhr ein lautes Klirren gehört, das sich wie splitterndes Glas anhörte. Als sie nach dem Rechten sahen, stand auf der Straße ein geparkter roter Opel Corsa, dessen Scheibe beschädigt war und aus dessen Innenraum bereits Flammen schlugen.
Zeugen stoppen Feuerteufel
Zudem bemerkten sie einen Mann, der sich vom Fahrzeug entfernte und davonlief. Die Zeugen reagierten entschlossen, nahmen die Verfolgung auf und konnten den Flüchtenden unweit des Tatorts einholen und festhalten. Als die alarmierten Polizeibeamten eintrafen, übergaben sie ihnen den Mann. "Ihr vorbildliches Eingreifen trug damit maßgeblich dazu bei, dass der 38-Jährige noch in der Nacht vorläufig festgenommen werden konnte", teilt die Polizei mit.
Feuer konnte rasch gelöscht werden
Nach bisherigen Erkenntnissen steht der Mann im Verdacht, eine Scheibe des geparkten Wagens eingeschlagen und anschließend etwas Brennbares in den Innenraum geworfen zu haben. Bei der Durchsuchung des Mannes fanden die Beamten neben einem Feuerzeug auch einen Nothammer. Das Feuer konnte schließlich rasch gelöscht werden. Der entstandene Schaden an dem Opel wird vorläufig auf rund 5.000 Euro geschätzt.
Alkohol im Spiel ...
Der Tatverdächtige stand offenbar unter Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als 1,8 Promille. Im Anschluss musste er eine Blutprobe abgeben und eine erkennungsdienstliche Behandlung über sich ergehen lassen.
Die Offenbacher Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Brandstiftung und Sachbeschädigung. Weitere Zeuginnen und Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben und bislang noch nicht mit der Polizei gesprochen haben, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069/8098-1234 zu melden. (red)