WÜRZBURG/GEMÜNDEN AM MAIN
Schwan auf ICE-Strecke sorgt für Einsatz: Tier von Gleisen gerettet
Foto: Bundespolizei Würzburg/München
Dienstag, 27.10.2026
Ein Schwan hat am Freitagnachmittag auf der ICE-Strecke bei Gemünden am Main für einen ungewöhnlichen Einsatz gesorgt. Das Tier befand sich mitten im Gleisbereich auf der Mainbrücke und legte den Bahnverkehr vorübergehend lahm.
Gegen 15 Uhr wurde die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn auf den tierischen Gleisgänger aufmerksam und alarmierte die Bundespolizei. Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie zwischen den Schienen einen offenbar verletzten Schwan vor.
Rettung in letzter Minute
Die Beamten fingen das Tier ein und brachten es sicher aus dem Gefahrenbereich. Anschließend wurde der Schwan an eine Helferin eines Wildtierschutzvereins übergeben, die ihn zur Untersuchung in eine Tierklinik brachte.
Dort gab es glücklicherweise Entwarnung: Der Schwan kam mit vergleichsweise leichten Verletzungen davon. Nach Angaben der Tierärzte erlitt er lediglich eine kleine Verletzung im Leistenbereich sowie eine oberflächliche Blessur am Fuß. Knochenbrüche wurden nicht festgestellt.
Strecke für 40 Minuten gesperrt
Für die Rettungsaktion musste die ICE-Strecke für rund 40 Minuten gesperrt werden. Erst nachdem das Tier in Sicherheit gebracht worden war, konnte der Bahnverkehr wieder freigegeben werden.
Der Schwan wird nun auf einer Pflegestelle des Wildtierschutzvereins versorgt und aufgepäppelt.
Bundespolizei warnt
Die Bundespolizei nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut auf die Gefahren im Gleisbereich hinzuweisen. Wer ein Tier auf Bahngleisen entdeckt, sollte keinesfalls selbst eine Rettungsaktion starten. Stattdessen sollte umgehend der Notruf verständigt werden. Das Betreten von Gleisanlagen ist lebensgefährlich und verboten.