FRANKFURT AM MAIN
Warum Welpe Max nicht ganz einfach zu vermitteln ist
Foto: Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung e.V.
Samstag, 31.10.2026
Klein, flauschig und mit einem ziemlich großen Selbstbewusstsein: Der knapp vier Monate alte Pomeranian Max wartet im Frankfurter Tierheim auf ein neues Zuhause. Hinter dem niedlichen Äußeren steckt allerdings eine schwierige Vorgeschichte. Der junge Rüde wurde illegal aus dem Ausland nach Deutschland gebracht und musste zunächst in Quarantäne. Jetzt darf er vermittelt werden. Gesucht werden Menschen, die vor allem eines mitbringen: viel Zeit.
Denn Max hat bislang kaum etwas von dem kennengelernt, was für andere Hunde längst zum Alltag gehört. Wie das Tierheim Frankfurt mitteilt, muss der kleine Kerl noch einiges lernen. Dabei zeigt er sich freundlich, neugierig und verspielt. Gleichzeitig besitzt er einen ausgeprägten eigenen Willen.
Max muss das Hunde-ABC erst noch lernen
Stubenrein ist der junge Zwergspitz bislang nicht. Auch das Laufen an der Leine, Autofahrten und das Alleinebleiben sind für ihn noch ungewohnt. Selbst die grundlegenden Kommandos müssen seine künftigen Besitzer ihm erst beibringen.
Für die Menschen, die Max aufnehmen möchten, bedeutet das einiges an Arbeit. Der Welpe braucht eine geduldige und konsequente Erziehung. Neue Situationen muss er Schritt für Schritt kennenlernen. Wer einen bereits gut erzogenen Begleiter sucht, wird bei ihm deshalb nicht fündig.
Kleiner Hund hält sich für einen großen Wachhund
Eine weitere Eigenschaft könnte im Alltag für Schwierigkeiten sorgen: Max bellt gerne. Nach Angaben seiner Betreuer hält sich der kleine Pomeranian offenbar für einen ziemlich großen Wachhund. Fremde Geräusche oder Besucher kommentiert er deshalb gerne ausdauernd mit seiner Stimme.
Gerade für Interessenten, die in einem Mehrfamilienhaus wohnen, ist das ein Punkt, den sie vor einer Adoption berücksichtigen sollten. Denn auch wenn Max körperlich wenig Platz benötigt, kann sein Verhalten durchaus Aufmerksamkeit erregen.
Viel Beschäftigung und tägliche Fellpflege
Dass Pomeranians klein sind, bedeutet keineswegs, dass sie wenig Beschäftigung brauchen. Das Tierheim beschreibt Max als aufgeweckten Junghund, der seine Umgebung erkunden und ausgelastet werden möchte. Für Menschen, die einen wenig aktiven Hund suchen, sei er deshalb nicht geeignet.
Hinzu kommt die Fellpflege. Das dichte Fell des Zwergspitzes sollte nach Empfehlung des Tierheims möglichst täglich gepflegt werden. Auch dafür müssen die künftigen Halter regelmäßig Zeit einplanen.
Tierheim warnt vor falschen Erwartungen
Die Mitarbeiter des Frankfurter Tierheims betonen ausdrücklich, dass Max trotz seines niedlichen Erscheinungsbildes kein Modeaccessoire ist. Er sei ein ganz normaler Hund mit denselben grundlegenden Bedürfnissen wie seine größeren Artgenossen.
Wer ihn adoptieren möchte, sollte sich deshalb nicht allein von seinem Aussehen leiten lassen. Max benötigt Bewegung, Beschäftigung, Erziehung und Menschen, die sich langfristig um ihn kümmern. Vor allem in den kommenden Monaten dürfte seine weitere Entwicklung viel Aufmerksamkeit erfordern.
So können Interessenten Max kennenlernen
Nach seiner Quarantäne sucht der kleine Rüde nun Menschen, die ihm ein dauerhaftes Zuhause bieten möchten. Auch Interessenten aus dem Main-Kinzig-Kreis können sich dafür an den Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung wenden.
Die Hundevermittlung ist unter der E-Mail-Adresse vermittlung-hunde@tsv-frankfurt.de erreichbar. Das Tierheim befindet sich in der Ferdinand-Porsche-Straße 2–4 in Frankfurt. Ein persönliches Kennenlernen ist nach Terminvereinbarung möglich.
Für Max wäre es die Chance, nach seinem schwierigen Start endlich all das kennenzulernen, was bislang noch auf seiner Liste steht: Spaziergänge an der Leine, gemeinsame Ausflüge und einen geregelten Alltag in seinem neuen Zuhause.