GELNHAUSEN

Querdenker*innen heimleuchten: Gelnhäuser stellen sich „Lichterlauf“ entgegen

Symbolbild: Pixabay


Montag, 01.02.2021

GELNHAUSEN - „Querdenker*innen heimleuchten“ - Unter diesem Motto ruft die Initiative „Hand aufs Herz“ am Montag, 1. Februar, ab 18 Uhr dazu auf, sich am Obermarkt einem so genannten „Lichterlauf zum Gedenken der Corona-Toten und Opfer der Maßnahmen“ entgegenzustellen, den örtliche Querdenker durch die Altstadt planen. „Wir möchten einmal mehr zeigen, dass wir für ein weltoffenes und tolerantes Gelnhausen stehen, in dem Demokratiefeinde, Populisten und Verschwörungstheoretiker keinen Platz haben“, hoffen die beiden Gelnhäuser „Hand-aufs-Herz“-Initiatioren Alexander Schopbach und Julia Hott auf ein entschlossenes Zeichen der Stadtgesellschaft. 

„Angesichts der Corona-Pandemie achtsam zu sein und kritisch zu bleiben, zeichnet Demokraten aus. Wer jedoch krude Verschwörungstheorien verbreitet und populistisch die in diesen Zeiten notwendige Solidarität und Achtsamkeit samt Maskenpflicht negiert, stellt sich selbst ins Abseits“, betonen die beiden Initiatoren von „Hand aufs Herz“. Ihre Gesinnung offenbarten die örtlichen Querdenker zudem dadurch, dass sie immer wieder im Schulterschluss mit der rechtsextremen NPD in Gelnhausen aktiv werden und offen zur Unterstützung der ebenfalls rechtsextremen AfD aufriefen, zuletzt bei einer Querdenker-Kundgebung auf der Bleiche. „Dem müssen wir uns entgegenstellen und zeigen, dass wir solche Umtriebe in unserem Gelnhausen nicht tolerieren. Wehret den Anfängen“, bringen Julia Hott und Alexander Schopbach ihre Haltung auf den Punkt.

Die Kundgebung von „Hand aufs Herz“ am Obermarkt wurde zwischenzeitlich beim Ordnungsamt und Bürgermeister Daniel Glöckner angemeldet. Die Initiatoren weisen darauf hin, dass coronagemäßes Verhalten und das Tragen von Masken Pflicht sind. Aktuelle Informationen dazu finden Interessierte auch auf www.facebook.com/handaufsherz.gelnhausen, www.instagram.com/handaufsherz.gelnhausen und www.handaufsherz-gn.de.

Über „Hand aufs Herz“:

„Populisten, Antidemokraten und Rechtsextreme mit ihren offenkundig menschenverachtenden Weltbildern sind politisch weiter auf dem Vormarsch. Dass für sie in Gelnhausen kein Platz ist, hat die Stadtgesellschaft in den vergangenen Jahren bereits mehrfach eindrucksvoll bewiesen“, betonen Alexander Schopbach und Julia Hott beispielsweise mit Blick auf das kurzfristig von der Stadt organisierte „Rock-Gegen-Rechts“-Festival auf der Müllerwiese am 5. September 2009 als Reaktion auf einen seinerzeit von der NPD geplanten Landesaktionstag im Herzen der Barbarossastadt. Sie erinnern an große parteiübergreifende Demonstrationen gegen Kundgebungen rechter Parteien in Gelnhausen und an die im Dezember 2019 einstimmig von den Stadtverordneten verabschiedete Resolution gegen Rechts nach verfassungsfeindlichen Schmierereien an öffentlichen Gebäuden der Stadt.

In dieser Resolution, deren Wortlaut einem Leserbrief aus der Feder von Hott und Schopbach in der heimischen Presse entsprach, heißt es unter anderem: „Lasst uns den Nazis offensiv entgegenstellen - im Büro, im Sportverein, im Freundeskreis, im Alltag. Bagatellisieren wir nicht länger rechte Sprüche, Schmierereien und grenzwertige Sympathie-Bekundungen für AfD und Co. Verniedlichen wir - auch im politischen Raum - parteiübergreifend nicht länger populistische Parolen und Aktionen aus falscher Scheu vor Konfrontationen, die womöglich Wählerstimmen kosten könnten. Lasst uns konsequent und nachhaltig gegen Rechts aufstehen, damit sich Geschichte nicht wiederholt!“

Genau an diese Haltung knüpfen die beiden Gelnhäuser mit ihrer Kampagne „Hand aufs Herz“ an: „Um zu verhindern, dass populistische, antidemokratische Kräfte bei den Kommunalwahlen am 14.03.2021 in Stadt und Kreis - und damit in der Gesellschaft - einen nachhaltigen Schatten über unser lebensfrohes offenes Miteinander legen, möchten wir Sie bitten gemeinsam mit uns zu zeigen, dass unsere Herzen für ein Gelnhausen schlagen, in dem Demokratiefeinde und Populisten keinen Platz haben. Lasst uns gemeinsam deutlich machen, dass wir keine destruktiven Kräfte in unserer Stadt oder sonst wo wollen.“ Die Kampagne „Hand aufs Herz“ möchte gemeinsam mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern das Zusammenstehen der Gelnhäuser Stadtgesellschaft gegen Populisten und Antidemokraten fördern. Im privaten, beruflichen und gesellschaftlichen Alltag - und im Rahmen dieser Kampagne, die jeder ganz einfach mit seinem Namen und seiner Unterschrift unterstützen und gerne auch Gesicht zeigen kann.

Das geht im Internet unter www.openpetition.de/petition/online/hand-aufs-herz. Dort können alle Bürgerinnen und Bürger mit wenigen Klicks das Anliegen von „Hand aufs Herz“ unterzeichnen. Alle Interessierten können zudem Unterschriftenlisten bei den Kampagnen-Initiatoren unter [email protected] anfordern. (pm) +++

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