REGION

Klimafreundliche Schulhöfe für Hessen: Naturerleben, Spielspaß und Klimaschutz

Hessisches Umweltministerium und Deutsche Umwelthilfe haben Projekt für attraktivere Lern- und Pausenräume gestartet. - Symbolbild: Pixabay.com


Dienstag, 16.02.2021

REGION - Das Hessische Umweltministerium und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben gemeinsam das Projekt „Zehn klimafreundliche Schulhöfe für Hessen“ gestartet. Das Ziel sind klimagerechte, naturnahe und nachhaltige Schulhöfe, die attraktive Lebens- und Lernräume sind. Schwerpunkte bilden die Themen Klimawandelanpassung, Biodiversität und Bodenschutz. Vom Odenwald bis nach Nord-Hessen gestalten aktuell zehn Pilotschulen ihre Schulhöfe neu.

„Umweltbewusstes Denken und Handeln beginnt schon im Kindesalter. Deswegen freue ich mich, gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) das Projekt „Zehn klimafreundliche Schulhöfe für Hessen“ umzusetzen“, sagte Umweltministerin Priska Hinz. „Auf diesen Schulhöfen können Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Schulleitungen, Hausmeister und Eltern ganz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gemeinsam eine grüne Oase planen und entstehen lassen. Der Schulhof wird z.B. entsiegelt und bepflanzt. Er leistet somit einen wertvollen Beitrag für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels und die Biologische Vielfalt vor Ort. Er ist dann ein sichtbares Zeichen und Vorbild für mehr Klimaschutz und Anpassung in der Kommune. Von den Erfahrungen der Pilotschulen können außerdem alle hessischen Schulen profitieren. Auch die Förderung aus unserer Klimarichtlinie steht allen offen,“ ergänzte Hinz.

„Die eigene Schule ist Lern- und Lebensraum für Kinder und Jugendliche. Es ist wichtig, dass sie sich dort austoben, austauschen, zurückziehen und dabei die Natur erleben können. Wir freuen uns deshalb, dass wir zehn Schulen gefunden haben, bei denen sich die Kinder und Jugendlichen engagiert in die Planung für einen grünen Schulhof miteinbringen. Die meisten der ausgewählten Schulen sind an sogenannte Klima-Kommunen angedockt. Unser Ziel ist es, dass die Umgestaltung der Schulhöfe in die Kommunen hineinwirkt“, so Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die zehn Pilotschulen wurden vom Hessischen Umweltministerium und der DUH nach festen Kriterien ausgewählt. Schwerpunkt bei der Auswahl lag unter anderem auf einer räumlichen Verteilung der Schulen in ganz Hessen und den Einbezug unterschiedlicher Schulformen. Die DUH begleitet und unterstützt die Schulen mit fachkundiger Beratung vor Ort und thematischen Fortbildungen. Besonderer Wert liegt auf einem partizipativen Prozess zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und den Schulträgern. In vier Workshops und einer großen Abschlusstagung unterstützt die DUH die Schulen bei Planung, Antragstellung und Wissenstransfer. Die zehn Schulen sowie alle hessischen Schulen, die dem Vorbild folgen wollen, können beispielsweise für Begrünungs- und Entsiegelungsmaßnahmen eine Förderung über die Klimarichtlinie des Landes beantragen. Die Fördersummen betragen zwischen 6.000 und 400.000 Euro. Schulen, die in Klima-Kommunen liegen, können derzeit mit bis zu 100 Prozent gefördert werden. In allen anderen Kommunen liegt die Förderquote bei 80 Prozent. Die Antragsstellung erfolgt über die Schulträger (Kommunen oder Landkreise). (PM) +++

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