BRACHTTAL

Hasenpest in Schlierbach ausgebrochen: Das müssen Sie jetzt beachten!

Die Hasenpest ist in Schlierbach ausgebrochen - Symbolbild Pixabay


Donnerstag, 18.02.2021
von MORITZ PAPPERT

Im Brachttaler Ortsteil Schlierbach ist die Hasenpest (Tularämie) ausgebrochen. Das bestätigte die Pressestelle des Main-Kinzig-Kreises auf Nachfrage von KINZIG.NEWS. "Es wurde ein Fall dort gemeldet", heißt es von der Pressestelle.

Laut dem Friedrich-Löffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) ist die Krankheit auf wildlebende Hasen, Nagetiere und Haustiere übertragbar. Aber auch Menschen können sich infizieren. Die meisten Infektionen seien auf infizierte Feldhasen zurückzuführen. 

Laut Dr. Nadine Stöveken vom Landesjagdverband Hessen trat die Hasenpest in den vergangenen Jahren immer wieder mal in Hessen auf. Wenn sich ein Mensch beispielsweise durch einen Hasen oder ein anderes Wildtier infiziert, können grippeähnliche Symptome auftreten. "Das kann auch schon schwerwiegend sein", sagt Stöveken. Deshalb rät sie, Abstand von toten Hasen zu halten und diese, wenn nötig, nur mit Handschuhen anzufassen. Auch Hunde sollten besonders von toten Hasen ferngehalten werden. 

2021 noch keine Übertragung auf Menschen

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) sind 2020 insgesamt 56 Menschen und 2019 insgesamt 128 Menschen an der Hasenpest erkrankt. In diesem Jahr wurde die Hasenpest noch an keinem Menschen nachgewiesen.

Auch das Friedrich-Löffler-Institut informiert auf seiner Homepage über den Krankheitsverlauf. "Eine Übertragung kann durch Haut- und Schleimhautkontakt mit infektiösem Tiermaterial, durch den Verzehr von nicht ausreichend erhitztem, kontaminiertem Fleisch oder Wasser stattfinden, selten durch Stiche von infizierten blutsaugenden Insekten oder Zecken, kontaminierte Stäube und Aerosole. Übertragungen von Mensch zu Mensch sind nicht bekannt", schreibt das Institut auf seiner Homepage.

Auch auf Hunde übertragbar

Bei Tieren äußert sich die Krankheit laut dem Friedrich-Löffler-Institut folgendermaßen: "Bei akutem Verlauf sind als Symptome Apathie, Fieber, Tachypnoe und Fellsträuben zu beobachten. Je nach Infektionsdosis und Empfänglichkeit sind innerhalb von 2 bis 13 Tagen die meisten Tiere an einer Septikämie verendet", so das Institut. Die Gefahr für Jagdhunde sei gering. Hunde zeigen u. a. Appetitlosigkeit, Fieber und eine Schwellung der Lymphknoten.

Die Inkubationszeit beim Menschen beträgt laut dem Institut meist 3 bis 5 Tage. "Erkrankte zeigen Allgemeinsymptome, wie plötzliches hohes Fieber, Unwohlsein, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Bei Hautinfektionen treten schmerzhafte Geschwüre an der Eintrittsstelle, eine regionale Lymphknotenschwellung und Fieber auf. Beim Eintritt über die Bindehaut des Auges tritt meist eine einseitige Bindehautentzündung, Lidschwellung, Lichtscheu, Tränenfluss und eine regionale Lymphknotenschwellung auf. Wird der Erreger eingeatmet, kann es zu einer Lungenentzündung mit trockenem Husten kommen. Kontaminierte Nahrung und Getränke können Geschwüre im Rachen und an den Mandeln verursachen. Sehr selten kommt es zu septischen Verläufen und Todesfällen", schreibt das Friedrich-Löffler-Institut. +++

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