ERLENSEE

Natur-KiTa eröffnet im Mai

v.l. Ute Leonhardt-Krause, Sandra Wunder und Kathrin Smola-Peter besichtigen mit Christian Schneider, dem Inhaber der Schreinerei Schneider einen fertigen KiTa-Bauwagen - Fotos (2): Stadtverwaltung Erlensee


Sonntag, 21.02.2021

Aus diesem Anlass besuchte kürzlich eine Delegation der Stadtverwaltung die Schreinerei Schneider, um letzte Details über den Innenausbau zu besprechen. Wie der zuständige Fachbereich mitteilt, wird in den kommenden Tagen mit der Produktion des Erlenseer KiTa-Bauwagens begonnen.

Die beauftragte Schreinerei sei Spezialist in Sachen KiTa-Wagenbau und habe bereits zahlreiche Wald-KiTas mit Wägen ausgestattet, unter anderem in Gelnhausen und Hasselroth. Diese sogenannten „Witterungshütten“ sind unerlässlich, um eine Wald-, oder im Falle von Erlensee, Natur-KiTa zu betreiben, denn bei schlechtem Wetter muss es die Möglichkeit geben, Unterschlupf zu finden. Bei einer Betreuungszeit bis 15.00 Uhr, wie es angestrebt ist, muss es zudem die Möglichkeit geben, dass die Kinder ihr Essen in einem geschlossenen Raum zu sich nehmen.

Mit sehr viel Liebe zum Detail bietet die Schreinerei Schneider hier Konzepte, die überzeugen. Angefangen von einer Mini-Küche mit gemütlichem Holzofen bis hin zum Wickelplatz ist in dem Bauwagen alles bis aufs Kleinste alltagstauglich durchgeplant.

„Man möchte am liebsten dort wohnen!“, so die KiTa-Leiterin Ute Leonhardt-Krause bei der Besichtigung begeistert. An deren KiTa am Rathaus soll die Natur-KiTa zukünftig angedockt werden. Beim Besuch der Schreinerei stand ein fertiger Wagen, der dieser Tage in die Nähe von Stuttgart ausgeliefert werden soll, zur Besichtigung bereit. So schön es auch im Bauwagen sein mag, natürlich ist eine Natur-KiTa darauf ausgelegt, dass die Kinder die meiste Zeit des Tages draußen verbringen. So wird der KiTa-Bauwagen für Erlensee über die gesamte Breite eine überdachte Veranda haben, auf der auch an Regentagen gebastelt und gespielt werden kann.

Die Natur-KiTa wurde zudem in das Konzept des zeitgleich entstehenden Limesparks eingebunden, weil sich hier eine Vielzahl an Synergieeffekten bietet. Die Kinder der Natur-KiTa können von hier aus zum einen die Umgebung Erlensees erkunden und die bereits bestehende soziale Infrastruktur nutzen, wie die Erlenhalle für Sport oder die Bücherei für Vorschularbeit. Zum anderen kann das gesamte Angebot des Parks, auf dem unter anderem ein großzügiger Spielplatz entstehen wird, mitgenutzt werden.

Darüber hinaus sind im Limespark aber auch Ideen zu den unterschiedlichsten Kooperationsprojekten, mit Eltern, Anwohnern, Senioren, um nur einige mögliche Partner zu nennen, vorstellbar und im Visier: Essbare Stadt und Hühnerhaltung sind aktuell zwei erste Vorschläge, die sich jedoch nur im gemeinsamen Miteinander entwickeln können.

Die Verkehrssicherheit bei der Kinderbetreuung spielt in dem ganzen Zusammenhang eine große Rolle. So wurde bei der Inspektion des kleinen Wäldchens, an dessen Rand die Natur-KiTa ihren Standort haben wird, festgestellt, dass eine Vielzahl der Bäume mittlerweile massiv erkrankt ist. Auch wurde gesehen, dass viele Kinder der nahe gelegenen Anwohner das Wäldchen zum Spielen bereits rege nutzen, was auch in Zukunft mit dem höchsten Maß an Sicherheit möglich sein soll. Daher war es dringend geboten, die Aufräumarbeiten konsequent umzusetzen. Die Stadtverwaltung wird den gefällten Bestand nach Möglichkeit mit klimaresistenten Laubbäumen zeitnah ersetzen, die genaue Festlegung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Hessenforst. (pm) +++

Das ist der geplante Standort der KiTa am Wäldchen, gegenüber der Sakteranlage.
Das ist der geplante Standort der KiTa am Wäldchen, gegenüber der Sakteranlage.
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