HANAU

Persönliches Zeichen der Verbundenheit

Die Jugendlichen mit Dechant Andreas Weber und Gemeindereferentin Margit Lavado beim Gedenken am Anschlagsort – Kurt-Schumacher-Platz - Fotos: Katholische Kirchengemeinde St. Elisabeth


Samstag, 20.02.2021

„Der Täter hat alleine gehandelt. Wir aber sind vereint in Solidarität und Nächstenliebe gegen Hass und Rassismus.“ – Diese Botschaft stand im Mittelpunkt des Gedenkens an die Opfer des Anschlags vom 19. Februar im Gottesdienst in der Kesselstädter St. Elisabethkirche. Die Jugendleiterrunde der Pfarrei brachte sich am Gedenktag mit sehr persönlichen Statements ein.

„Eine von Hass und Rassismus getriebene Tat in unserem Stadtteil Kesselstadt war eigentlich unvorstellbar!“, waren sich Sarah Ahouansou, Christopher Wakan, Patryk Windhövel und Jakob Reus einig. Sie berichteten von den Opfern, mit denen und deren Geschwistern sie gemeinsam in Kesselstadt groß geworden sind - in Kindergarten, Schule und Freizeit. Deutlich brachten sie zum Ausdruck: „Hätte der Täter diese herzlichen, positiven und lustigen Menschen gekannt, hätte er niemals eine solche Tat vollbringen können!“

Oberbürgermeister Claus Kaminski mit den Jugendlichen in der St. Elisabethkirche
Oberbürgermeister Claus Kaminski mit den Jugendlichen in der St. Elisabethkirche
 Die selbst gestaltete Kerze mit der schriftlichen Botschaft wurde nach dem Gottesdienst zum Ort des Anschlags in Kesselstadt gebracht.
Die selbst gestaltete Kerze mit der schriftlichen Botschaft wurde nach dem Gottesdienst zum Ort des Anschlags in Kesselstadt gebracht.

Die Jugendlichen von St. Elisabeth drückten ihre Bereitschaft aus, sich auch weiterhin für eine „friedliche und einheitliche Stadtgemeinschaft - in Vielfalt“ einzusetzen: „Die katholische Kirche, eine Weltkirche, kennt keine Grenzen, die die Menschen voneinander trennen. Für uns ist jeder Mensch eine Bereicherung, egal welchen Glaubens und welcher Herkunft!“, so Jugendleiter Jakob Reus.

Auch der Oberbürgermeister Claus Kaminsky, der gemeinsam mit Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck am Gottesdienst teilnahm, bekräftigte dies in seiner Ansprache und ermutigte die jungen Menschen auch in ihrer Aufgabe für die Begleitung der anderen und jüngeren. Dechant Andreas Weber betonte „die Hoffnung und Heilung, die Gott angesichts des schlimmen Ereignisses spendet“.

Nach dem Gottesdienst stellten die Jugendlichen eine von ihnen selbst gestaltet Kerze am Anschlagsort am Kurt-Schumacher-Platz nieder. Auf schwarzem Untergrund zieren die Kerze neun goldene Sterne, die für die Opfer stehen. Auch brachten sie den in der Jugendleiterrunde entstandenen Satz „Der Täter hat alleine gehandelt. Wir aber sind vereint in Solidarität und Nächstenliebe gegen Hass und Rassismus.“ abgedruckt an der Gedenkstätte an. (PM) +++

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