HANAU / MÜNCHEN

Gameplan ging auf: White Wings entführen zwei Punkte aus München

Die White Wings Hanau haben zwei Punkte aus München entführt. - Foto: Markus Rosemann


Sonntag, 28.02.2021

Bereits im Vorfeld war klar: Das Spiel gegen den FC Bayern Basketball II würde ein schweres werden. Pressure Defense, eine Vorliebe für schnelle Angriffe und eine hohe Energie zeichnen das Münchner Team aus. Das wusste auch Hanaus Headcoach Kamil Piechucki und hatte seine Mannschaft auf eben dieses Spiel eingestellt. Mit Erfolg: Mit einer starken Teamleistung sicherten sich die Ebbecke White Wings Hanau zwei extrem wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs.

Wider erwarten reisten die Hanauer jedoch nicht mit vollem Kader an. Small Forward Malik Kudic fiel kurzfristig aus. Trotz der verkürzten Rotation und einer langen Anfahrt waren auf Hanauer Seiten keinerlei Müdigkeitserscheinungen zu bemerken. Im Gegenteil: Nach einem weitestgehend ausgeglichenen ersten Viertel kam die Mannschaft im zweiten Spielabschnitt richtig in Fahrt: Mit vielen Transition-Angriffen provozierten die Grimmstädter ihre Gegner zu Fouls und erhielten so am Ende ganze 27 Freiwürfe – mit einer Trefferquote von 78 Prozent. Auch fand die Mannschaft immer wieder Mittel und Wege, mit schnellen Pässen die Pressverteidigung der Münchner vor Probleme zu stellen.

Hausaufgaben gemacht


Doch auch defensiv hatte die Mannschaft ihre Hausaufgaben gemacht: „Wir haben es geschafft, das Spiel nicht super schnell werden zu lassen. Entsprechend haben wir heute wenige Fast-Break-Punkte bekommen“, so Piechucki weiter. Der vor dem Spiel geschmiedete Gameplan ging auf und die Hanauer erhielten so zunehmend Kontrolle über die Partie. Wiederholt setzten sie sich von ihren Gegnern ab, fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit sogar erstmals mit über zehn Punkten. Mehrmals musste Münchens Headcoach Andreas Wagner sein Team in einer Auszeit wieder auf Kurs bringen.

Nach einem für die Südhessen positiven Halbzeitstand von 41:45 startete der FC Bayern Basketball II mit einer starken Phase in die zweite Hälfte. Mit einigen defensiven Stops und einem verbesserten Offensivspiel konnten die Münchner den Spielstand drehen und sich zwischenzeitlich mit 57:51 in Front bringen. Die Partie gestaltete sich nun offener und mündete in einer äußerst spannende Schlussphase.

Spannende Schlussphase


In dieser erlangten die Ebbecke White Wings Hanau die Kontrolle über das Spiel zurück. Defensiv schafften sie es zunehmend besser, ihre Kontrahenten zu schwierigen Würfen zu zwingen und produzierten auf der Gegenseite immer wieder freie Anspielstationen für erfolgreiche Treffer. Doch auch einige schwierige Würfe flogen durch die Reuse. Selbst, als Teamkapitän und Topscorer Josef Eichler rund vier Minuten vor Schluss mit fünf Fouls ausschied, ließen sich die Spieler nicht aus der Ruhe bringen und blieben das dominierende Team auf dem Feld. So belohnten sich die White Wings am Ende für eine starke Mannschaftsleistung mit einem 73:81-Erfolg in München.

Auch hat die Mannschaft an diesem Spieltag entgegen der bislang eher enttäuschenden Rebound-Statistiken das Duell unter dem Korb mit 36:28 für sich entschieden – darunter starke 16 Offensivrebounds. „Die Mannschaft hat verstanden, dass Rebounds immer ein fünf gegen fünf sind und nicht bloß eine Aufgabe für die Big Men. Entsprechend kann ich da nur ein großes Lob für meine Spieler aussprechen“, sagt Piechucki.

Diesem Lob schließt sich auch das Management an: „Wir sind wirklich sehr zufrieden mit der Leistung unserer Mannschaft. Es war ein sehr starkes Spiel, das unser Team durchgehend unter Kontrolle hatte. Den Sieg haben sie am Ende souverän nach Hause gebracht. Das war genau die richtige Reaktion auf die Spiele gegen Koblenz und Frankfurt“, so Geschäftsführer Sebastian Lübeck. (pm) +++

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