HANAU

White Wings verkaufen sich teuer gegen Coburg

Ein Spiel haben die Hanauer nun noch vor sich. Am kommenden Samstag empfangen sie den Tabellenführer in der Main-Kinzig-Halle. - Archivfoto Markus Rosemann


Mittwoch, 17.03.2021

Für die EBBECKE WHITE WINGS Hanau waren die vergangenen Wochen ein Wechselbad der Gefühle. Erst gewann das Team mit einer überzeugenden Leistung in München und hatte anschließend auch einen Platz in den Playoffs sicher. Dann jedoch folgte ein COVID-19-bedingter Rückschlag. Zwei positive Fälle innerhalb des Teams sorgten für eine erneute Quarantäne und rissen das Team kurz vor der heißen Phase aus dem Ligarhythmus heraus. Damit verschoben sich die letzten beiden Ligaspiele nach hinten.

Gegen die zweitplatzierten Coburger mussten die Hanauer nun nicht nur nach einer Trainingspause, sondern auch mit deutlich verkürzter Rotation auflaufen. Mit gerade einmal neun Spielern gingen die Hanauer als klare Underdogs ins Spiel – und lieferten sich mit ihren Gegnern am Ende ein Duell auf Augenhöhe.

Gerade in der ersten Halbzeit hatte sich das Team von Headcoach Kamil Piechucki überraschend stark präsentiert. Die gesamte Mannschaft kämpfte, arbeitete für jeden Punkt und vor allem für jeden Rebound. Ganze 41 sollten es am Ende sein – das drittbeste Ergebnis in dieser Saison. Ab Mitte des ersten Viertels konnten die White Wings so die Kontrolle über das Spiel übernehmen und blieben beinahe durchgehend in Führung. Das erste Viertel endete mit 25:19, das zweite mit 47:44.

Im dritten Viertel leisteten sich die Hanauer dann einen Durchhänger. Coburgs Coach Valentino Lott hatte sein Team defensiv neu aufgestellt. Die Mannschaft verteidigte nun aggressiver und mit mehr Druck, was den Hausherren sichtlich Schwierigkeiten bereitete. Würfe fanden in dieser Phase vermehrt nicht ihr Ziel. Und offensiv hatten sich die Coburger dann auch von jenseits der Dreierlinie warm geschossen und erzielte allein aus der Distanz ganze 18 Punkte. So gelang es Coburg, zum Ende des dritten Viertels auf elf Punkte Vorsprung davonzuziehen.

Im letzten Spielabschnitt bäumten sich die White Wings noch einmal äußerst erfolgreich auf. Gerade über Inside funktionierte das Scoring sehr gut und auch die Freiwurfquote stimmte. Fünf Minuten vor Schluss kam das Team so auf 75:77 heran. Der Neckbreaker erfolgte allerdings direkt: Sven Lorber, Mateo Seric und Elias Baggette erzielten 7 Punkte in Folge, während Hanau in dieser Phase keine Zähler aufs Scoreboard brachte. Man sah der Mannschaft deutlich an, dass sie sich noch nicht aufgegeben hatte, schlussendlich konnte der Rückstand aber nicht mehr erfolgreich aufgeholt werden. Mit 83:89 musste sich das Team am Ende knapp geschlagen geben.

„Uns haben drei wichtige Spieler gefehlt, entsprechend war es für uns natürlich ein schweres Spiel. Im Hinblick auf die Playoffs war das Spiel gegen Coburg aber eine gute Vorbereitung“, sagt Piechucki nach dem Spiel. Positiv sieht er vor allem die Einstellung seines Teams: „Der Kampfgeist der Mannschaft heute war sehr gut.“

Ein Spiel haben die Hanauer nun noch vor sich. Am kommenden Samstag empfangen sie den Tabellenführer in der Main-Kinzig-Halle. Die Dresden Titans haben eine überragende Saison gespielt, der erste Platz ist der Mannschaft nicht mehr zu nehmen. Gerade einmal vier Spiele gingen in dieser Saison verloren.

Im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen im November haben sich beide Teams weiterentwickelt. Dennoch ist Dresden – zumindest statistisch gesehen – auch weiterhin vor allem aus der Zwei-Punkte-Distanz besonders gefährlich. Freie Würfe von jenseits der Dreierlinie sollte man dem Team dennoch auf keinen Fall geben, da gerade ihre Guards ein gutes Händchen aus der Distanz haben. Aufpassen muss das Team am Samstag vor allem auf Point Guard und Topscorer Lennard Larysz (durchschnittlich 15,6 Punkte) und Center Aaron Kayser (10,1 Punkte). Unklar ist hingegen, ob die ebenfalls zweistellig scorenden Spieler Georg Voigtmann und Daniel Kirchner auflaufen werden. Beide kurierten zuletzt Verletzungen aus.

Wie schon gegen Coburg gehen die Hanauer auch am Samstag wieder mit verkürzter Rotation ins Spiel. „Für uns kommt es erneut darauf an, starken Teambasketball zu spielen. So können wir uns weiter auf die anstehenden Playoffs vorbereiten“, sagt Piechucki.

Das Spiel am Samstag, 20. März, beginnt bereits um 16 Uhr. Fans können das Spiel via Livestream verfolgen. Sowohl einzelne Spiele als auch eine virtuelle Dauerkarte kann unter https://sportdeutschland.tv/ gekauft werden. (PM) +++

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