REGION

Freudige Osterbotschaft von Bischof Dr. Michael Gerber im Hohen Dom

Bischof Dr. Michael Gerber an Karfreitag - Foto: Martin Engel


Sonntag, 04.04.2021
von CARLA IHLE-BECKER

Der Fuldaer Bischof Dr. Michael Gerber zeigte sich im Vorfeld der Ostervorbereitungen sehr erleichtert darüber, dass die für die christlichen Kirchen so bedeutenden Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen doch zusammen mit der Gemeinde gefeiert werden können. Die Gespräche mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier hätten ergeben, dass diese nun dank bewährter Hygiene-Konzepte auch vor Ort in den Kirchen stattfinden können. "Bei der Feier dieser Gottesdienste geht es um eine wesentliche Ausdrucksform unseres Glaubens", betonte Bischof Gerber. Deshalb schütze das Grundgesetz auch dieses Grundrecht in besonderem Maße.

"Ich wünsche mir, dass wir bei aller Pluralität der Positionen einen Teil der frohen Botschaft von Ostern auch mit in die gemeinsame Weiterentwicklung unserer Kirche nehmen können", so der Bischof. Gerade in der aktuellen Zeit, in der Menschen in Einsamkeit sterben und Angehörige sich nicht in angemessener Weise verabschieden können, sei die Feier der Kar- und Osterliturgie besonders wichtig, hob er hervor: "Ich weiß von vielen Menschen, die mit Sehnsucht auf das diesjährige Osterfest gewartet haben, weil das für die Verarbeitung eines Todesfalls in der eigenen Familie existentiell wichtig ist."

Auch in seiner diesjährigen Osterbotschaft, die Sie in unserem aktuellen Video - übertragen aus dem Hohen Dom in Fulda sehen können, befasst sich Bischof Gerber notgedrungen mit dem Thema Pandemie. Seine Worte richtete er besonders an diejenigen unter uns, die selbst von der Krankheit betroffen oder gesundheitlich beeinträchtigt oder in Sorge um Angehörige seien und an alle, die in diesen Tagen ihren aufopferungsvollen Dienst am Nächsten versehen: an Ärzte und Pflegepersonal. "Es ist das zweite Jahr in Folge, in dem wir Ostern unter den Bedingungen von Corona feiern, Abstand halten und viele Einschränkungen und einen Mangel an Vertrautheit und Nähe erdulden müssen."

Der Bischof erinnerte an das Los der Jünger, die sich aus Angst vor Verfolgung ebenfalls isolieren und Türen und Fenster geschlossen halten mussten. Doch dieser Rückzug und Abstand habe gleichzeitig zu tiefer Nähe untereinander geführt: 'Brannte uns nicht das Herz?' werden sie zueinander sagen, erinnerte Gerber. Diese wunderbare Erfahrung von tiefer Nähe, von Herz zu Herz trotz allem gebotenen Abstand und die Nähe zum Auferstandenen wünschte der Bischof seinen Zuhörern in der Osterbotschaft. +++

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