GELNHAUSEN / BERLIN

Dr. Peter Tauber (CDU): Emotionaler Brief zum Abschied als Staatssekretär

Dr. Peter Tauber schreibt in einem Brief über seine politische Karriere - Foto: Archiv


Mittwoch, 07.04.2021
von HANS-HUBERTUS BRAUNE

In einem persönlichen Brief auf seiner Internetseite ( https://blog.petertauber.de ) wendet sich Dr. Peter Tauber (46, CDU) an die Mitarbeiter:innen und Soldaten:innen der Bundeswehr. Es ist ihm "ein besonderes Anliegen, mich von Ihnen und Euch zu verabschieden." Der parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete hatte zuvor erklärt, dass er seine politische Karriere aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zu Ostern beenden werde.

"In den zurückliegenden drei Jahren als Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung habe ich viel Unterstützung erfahren. Dafür kann ich gar nicht genug Danke sagen. Es war die größte Ehre, gemeinsam mit Ihnen und Euch für unsere Streitkräfte und das Vaterland zu dienen", schreibt der aus Gelnhausen stammende Politiker.

"Fehler auf allen Ebenen"

Tauber erklärte weiter, dass die Bundeswehr zweifellos vor vielen Herausforderungen stehe und es ist unbestritten sei, dass angesichts des hohen Handlungsdrucks auch Fehler gemacht würden – auf allen Ebenen. "Der Umgang mit solchen Fehlern durch eine andere und bessere Fehlerkultur ist eine der entscheidenden Veränderungen in den Streitkräften. Jeder verdient eine zweite Chance. Dazu gehört vor allem, sich selbst kritisch zu prüfen. Werde ich meiner eigenen Verantwortung auf meiner Ebene gerecht? Ich weiß, dass auch ich Fehler gemacht habe. Ich war bemüht, erkannte Mängel abzustellen. Ob und wie mir das gelungen ist, mögen andere beurteilen. Dort, wo ich gefehlt habe, bitte ich um Nachsicht und Verzeihung", schreibt Tauber selbstkritisch.

"Es gibt so viele positive Dinge über die Menschen in der Bundeswehr"

"Als besonders schmerzlich habe ich es immer empfunden, wie viele Medien mit der Bundeswehr umgehen. Ich kenne kein Land im westlichen Bündnis, in dem die eigene Armee auf eine vergleichbare Art und Weise begleitet wird. Natürlich ist Kritik an vielen Stellen nicht nur berechtigt, sondern notwendig. Aber es gibt in der Tat so viele positive Dinge über die Menschen, die in der Bundeswehr Dienst tun, zu berichten. Es wäre zu wünschen, wenn das künftig den gebührenden Raum in der öffentlichen und medialen Darstellung unserer Streitkräfte findet."

"Dein Jahr für Deutschland"

Peter Tauber bilanziert seine Arbeit: "Für mich persönlich waren einige Entscheidungen, Aufgaben und Projekte besonders wichtig: Die Entwicklung des Freiwilligen Wehrdienstes im Heimatschutz unter der Überschrift "Dein Jahr für Deutschland", die Invictus Games 2023 in Düsseldorf, die Strategie der Reserve, die Weiterentwicklung des Konzeptes zur Betreuung und Fürsorge der Veteranenarbeit, die Begleitung und Teilnahme am Marsch zum Gedenken und die Beschaffung einer bewaffneten Drohne waren dabei sicherlich die wichtigsten und spannendsten Projekte."

Abschließend schreibt Dr. Peter Tauber in seinem Brief: "Es war mir eine Ehre, für unsere Streitkräfte und Deutschland zu arbeiten. Es bleibt mir eine Ehre, in unseren Streitkräften als Reserveoffizier zu dienen. Wie ich zu sagen pflege: Hurra! Ihr und Euer Peter Tauber." +++

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