HANAU

Rockets und Hornets im Derby-Rückspiel

Im Hinspiel gegen die Hanau Hornets (in gelb) erlebten die Offenbach Rockets (in rot) einen Absturz. - Foto: BLURRED PICS

01.08.2019
von: pm

Am kommenden Sonntag (15:30 Uhr) kommt es zum Rückrundenstart der Football-Oberliga mit der Neuauflage des Mainderbys zwischen Hanau und Offenbach. Im Hinspiel wollte Offenbach die Hornets zur Biene Maja machen. Da spielte der Hornissenschwarm nicht mit und gewann das Hinspiel in einer wahren Verteidigungsschlacht knapp mit 6:2.

Dass wieder die nötige Brisanz im Spiel ist, dafür sorgt neben Rockets-Boss Thorsten Kruppka und Hornets-Pressesprecher Achim Korn auch die Ausgangssituation. Im Derby-Rückspiel geht es knallhart gegen den Abstieg. Offenbach musste bisher in allen Spielen eine Niederlage hinnehmen und Hanau konnte nur das Spiel in Offenbach siegreich gestalten. Beide Teams stehen mit dem Rücken zur Wand, wenn die Play-Downs vermieden werden sollen.

Kruppka lehnt sich wieder aus dem Fenster: "Der Stachel sitzt noch immer tief und schmerzt sehr. Diesmal erwarte ich von unseren Spielern Charakter. So einen Auftritt wie im Hinspiel darf und wird es nicht mehr geben. Wir haben in der Sommerpause reagiert. Diesmal bekommt Achim eine Schubkarre voll Tempos um seinen Tränen zu trocknen", zeigt sich Kruppka vom Offenbacher Sieg überzeugt.

Reagiert haben die Rockets auf jeden Fall und zusätzliche Brisanz ins Derby gebracht. Als Headcoach wurde ab September Michael Myers, der ehemalige Headcoach der Hornets, verpflichtet. Ihm folgte der ehemalige Offense-Coordinator der Hornets, Thomas Erdemenger. Beide sind zwar erst nach der Saison offiziell bei den Rockets, stehen aber bereits in beratender Funktion an der Sideline.

Den sieht Hornets-Pressesprecher Achim Korn eher gelassen entgegen: "Klar, Mike hat in Hanau gute Arbeit geleistet, aber wir brauchen unsere Trainer nicht zu verstecken. Was Richard Nelson, Eric Deffenbaugh, Patrick Chytil und Andre Jones leisten, ist einfach sensationell. Sie haben aus fast nichts ein Team aufgebaut. Sie geben ihr Herzblut für das Team und das überträgt sich auf die Spieler. Ich vertraue auf unser Team und die Coachingcrew."

Während die Rockets sich vor allem im Coachingbereich neu aufgestellt haben, waren auch Richard Nelson und seine Crew nicht tatenlos: "Ich denke, wir können ohne zu übertreiben einige dicke Überraschungen für den Sonntag versprechen", grinst der rührige Hanauer Cheftrainer. Mit dem bisherigen Saisonverlauf zeigt er sich nur teilweise zufrieden.

Für den Sonntag erwartet Nelson ein hart umkämpftes Derby. Sollte den Hornets gegen Offenbach ein weiterer Sieg gelingen, wäre das die halbe Miete in Sachen Klassenerhalt. Denn bei einer Offenbacher Niederlage müssten die Rockets in den verbleibenden vier Spielen alle gegen die beiden Spitzenteams aus Rüsselsheim und Wetzlar mindestens fünf Punkte holen. Hanau hätte mit zwei Spielen gegen Rüsselsheim und dem Auswärtsspiel in Kassel das vermeintlich leichtere Restprogramm. 

„Das sind aber Rechenspiele. Die Wahrheit liegt auf dem Platz und am Sonntag gibt es nur ein Gas - Vollgas. Ich rechne mit einem von der Taktik geprägtem Beginn. Es wird auf jeden Fall spannend. Am Ende ist es ganz einfach: das Team, das disziplinierter, routinierter spielt und die wenigsten Fehler macht, wird gewinnen - und das werden wir sein“, verspricht Nelson. (pm) +++