SCHMALKALDEN

Corona-Gegner greifen Polizisten an - Handyvideo zeigt brutalen Protest

Gewaltsamer Angriff gegen die Polizei: Bei einer Corona-Demo in Thüringen eskalierte die Situation. - Fotos: Screenshot Video


Mittwoch, 28.04.2021
von NINA BASTIAN

Ein privates Handyvideo zeigt die aggressiven Bilder, wie Corona-Gegner der Bürgerinitiative "Nur GEMEINSAM sind WIR frei" während eines unangemeldeten Hygienespaziergangs in Schmalkalden (Thüringen) Polizisten beschimpfen, bedrängen und auf diese losgehen. Während die Beamten einen Mann festnehmen, der zuvor einen Polizisten mit der Faust gegen den Hals schlug, droht die Situation zu eskalieren. Doch zurück auf Anfang:

Am Montagabend trafen sich etwa 60 Menschen auf dem Altmarkt in Schmalkalden, um ihren Protest gegen die bestehenden Corona-Regelungen kund zu tun. "Diese Versammlung war nicht bei der zuständigen Versammlungsbehörde angemeldet und verstieß somit gegen die bestehende Rechtslage", erklärt die Thüringer Polizei. "Zudem hielt sich ein Großteil der Teilnehmer nicht an die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln."

"Filmt das!"

Den Polizisten fiel ein Mann auf, der sich durch sein Verhalten als Versammlungsleiter herauskristallisierte. Daraufhin fragten diese nach seinem Ausweis, doch der Mann weigerte sich, seine Daten preiszugeben und forderte sämtliche Versammlungsteilnehmer auf, die Situation mit dem Handy zu filmen. In die polizeiliche Maßnahme mischte sich ein 44-jähriger Mann, der erst verbal gegen die eingesetzten Beamten vorging, dann jedoch unvermittelt und ohne ersichtlichen Grund einen Polizisten mit der Faust gegen den Hals schlug.

Das Video kursiert derzeit auf Facebook: https://www.facebook.com/watch/?v=1464430880567300

Beamter geht nach Angriff zu Boden

Unmittelbar eilten weitere Einsatzkräfte zur Unterstützung und versuchten, den Angreifer von weiterer Gewalt gegen die Polizei abzuhalten und am Boden zu fixieren. Er leistete vehement Widerstand. Daraufhin griffen weitere Versammlungsteilnehmer die Einsatzkräfte an. Ein Polizist wurde vom 44-Jährigen weggezogen und zu Boden geschleudert. Innerhalb kürzester Zeit waren die drei eingesetzten Beamten umringt von einer Menschenmenge, die immer näher drang und die eingesetzten Polizisten bedrohte.

Polizei setzt Pfefferspray ein

Da die Demonstranten immer wieder auf die Einsatzkräfte zugingen und keinen Abstand einhielten, drohte die Polizei mit dem Einsatz von Pfefferspray. Doch dieser wurde von den Corona-Gegnern ignoriert. "Eine unbekannte Frau attackierte einen unserer Beamten, woraufhin wir sie nur mit dem Einsatz des Reizstoffsprühgerätes von weiteren Handlungen gegen die Einsatzkräfte abgehalten konnten", erklärt die Landespolizeiinspektion Suhl. "Ein weiteres polizeiliches Handeln gegen den 44-jährigen Mann und die anderen Personen, die aktiv Widerstand leisteten, war aus Gründen der eigenen Sicherheit nicht mehr möglich und so mussten sich die Einsatzkräfte zurückziehen."

Zwei Beamte wurden verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Der 44-jährige Chaot lehnte eine ärztliche Behandlung ab. Die Ermittlungen, die durch die Kriminalpolizei übernommen wurden, laufen aktuell auf Hochtouren. +++

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