REGION

Impf-Daten nicht im Internet posten: Polizei warnt vor Betrügern

Coronavirus-Schutzimpfung werden im Impfausweis dokumentiert - Archivbild: Carina Jirsch


Samstag, 01.05.2021
von HANS-HUBERTUS BRAUNE

Die Impfung ist der einzige Weg aus der Corona-Pandemie. Die Freude über die lang ersehnte Spritze ist bei manchen so groß, dass sie ihren Impfpass mit dem Eintrag der Covid-19-Impfung im Netz posten. Doch: Kriminelle nutzen die Daten aus solchen Posts, um gefälschte Impfpässe im Netz anzubieten.

"Wer einen solchen Pass kauft, macht sich strafbar", warnt die Polizei. Es sei durchaus verständlich, dass sich jede und jeder freue, die Impfung gegen das Corona-Virus erhalten zu haben. "Wer jedoch ein Bild seines Impfpasses auf Facebook, Instagram und Co. veröffentlichen will, sollte Folgendes bedenken. Kriminelle nutzen die so verbreiteten Daten (z.B. die abgebildete Chargennummer des Impfstoffes oder die Anschrift) dazu, Impfpässe zu fälschen und diese im Netz zum Verkauf anzubieten.

Tatsache ist laut Polizei: Nicht nur die Täter begehen eine Straftat, sondern auch die Käufer. Wer einen solchen gefälschten Impfpass erwirbt, macht sich wegen Betrugs strafbar", schreibt die Polizei auf ihrer Internetseite "www.polizei-beratung.de".

Das Impfzentrum in Hanau

Das Impfzentrum in Hanau - Archivbild: Tobias Rehbein

Betrüger nutzen Daten von echten Personen

In sozialen Netzwerken und Messengerdiensten kursierten bereits Angebote über Impfpässe mit einem Eintrag der Covid-19-Impfung. Die Betrüger nutzten dabei auch Daten über den Impfstoff oder die Chargennummer aus privaten Posts, um ihre Fälschungen möglichst originalgetreu aussehen zu lassen. Bei den Kriminellen begehrt sind auch die privaten Gesundheitsdaten, die in einem Impfpass eingetragen sind. Wichtig ist: Gesundheitsdaten sind hochsensible Daten. Diese haben im Netz nicht verloren.

"Handeln Sie gegen Betrug mit dem Impfausweis"

Die Polizei gibt folgende Tipps: "Veröffentlichen Sie keine Bilder von Ihrem Impfausweis in den sozialen Medien usw. Betrüger könnten anhand solcher Bilder gefälschte Impfausweise anfertigen oder dem Paul-Ehrlich-Institut falsche Nebenwirkungen melden. Melden Sie Angebote oder Anzeigen von gefälschten Impfausweisen der Polizei und dem Netzwerkbetreiber. Achten Sie grundsätzlich auf den Schutz Ihrer Daten im Netz und im realen Leben", schreibt die Polizei. +++

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