MKK / HANAU / OFFENBACH

Interkommunalen Zusammenarbeit: Digitalisierung der Schulen vorantreiben

Bürgermeister Axel Weiss-Thiel (Hanau), Schuldezernent Paul-Gerhard Weiß (Offenbach), Holger Englert, VS System, Thomas Arnold, VS Möbel, Schuldezernent Winfried Ottmann (Main-Kinzig-Kreis), Landrat Thorsten Stolz (Main-Kinzig-Kreis). - Foto: Stadt Offenbach / georg-foto, offenbach


Dienstag, 04.05.2021

Die Städte Hanau, Offenbach und der Main-Kinzig-Kreis treiben die Digitalisierung der Schulen mit ihrer interkommunalen Zusammenarbeit weiter voran. Der Zusammenschluss der drei Gebietskörperschaften ermöglicht eine bessere Preiserzielung und Aufgabenbewältigung für die europaweiten Ausschreibungen, die in der Regel sechs bis acht Monate andauern. Jetzt haben die Beteiligten eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die eine Installation von digitalen Tafeln (Displays) an den Schulen flächendeckend umsetzt.

In Offenbach werden in den Sommerferien voraussichtlich vier Schulen mit diesen neuen Präsentationsmedien ausgestattet. Bis Ende 2023 sollen rund 900 Anlagen an allen Schulen aufgestellt sein. Auch in Hanau gehen 900 Displays mit einem Gesamtwert von 4,5 Millionen Euro an die Schulen in Trägerschaft der Stadt. Die digitalen Displays werden in den nächsten vier Jahren in allen Schulen der Stadt Hanau die herkömmlichen Tafeln ablösen. Selbstverständlich wird mithilfe von Büchern, Stiften und Papier auch in Zukunft weiterhin gelernt, doch zum zeitgemäßen Unterricht gehört neben schnellem Internet und WLAN auch die flächendeckende Ausstattung mit Präsentationsmedien.

"Die Weichen sind gestellt"


Das haben die Städte Offenbach und Hanau, sowie der Main-Kinzig-Kreis als Schulträger erkannt und die Verantwortlichen betonen: "Die Weichen für die Digitalisierung der Schulen sind gestellt, jetzt geht es weiter voran auf diesem Weg. Die Infrastruktur wird umfassend erweitert und aufgerüstet." Glasfaser, WLAN, Tablets und digitale Tafeln sind hier die Stichwörter. "Die Digitalisierung ist das große Thema unserer Zeit", sagt Stadtrat Paul-Gerhard Weiß. "Es genügt nicht, den Blick auf die Erwachsenen- und Arbeitswelt zu richten. Wir müssen den Kindern und Jugendlichen, die in diese Welt hineinwachsen, moderne und zukunftsfähige Lernformen bieten. Die Corona Pandemie beweist gerade, wie wichtig das ist und sie beschleunigt diese Entwicklung."

Auch Hanaus Bürgermeister und Schuldezernent Axel Weiss-Thiel treibt die Digitalisierung an den Schulen mit aller Kraft voran: "Wir machen sehr gute Fortschritte bei der Anbindung der Schulen an das Glasfasernetz und dem Ausbau der schulinternen Netzwerke und Errichtung des WLAN. Nun rüsten wir die Schulen mit entsprechenden Präsentationsgeräten aus, die die herkömmlichen Tafeln ersetzen." Die interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) mit der Stadt Offenbach und dem MKK helfe dabei beim Einkauf der Geräte höhere Margen und bessere Preise zu erzielen.

"Infrastruktur wird sukzessive erweitert"


Die Investitionen in diesem Bereich werden mit den Mitteln des DigitalPakts Schule finanziert. Nicht förderfähige Bereiche werden durch Mittel der einzelnen Träger gedeckt. Die interkommunale Zusammenarbeit hat mit der europaweiten Ausschreibung im Bereich der digitalen Tafeln nun einen weiteren Meilenstein auf diesem Weg gelegt. Derzeit werden viele Kilometer an Kabeln in allen Schulen verlegt, Steckdosen, Netzwerkdosen gesetzt und WLAN-Accesspoint eingerichtet – kurz: "Die vorhandene Infrastruktur wird flächendeckend in allen Schulen sukzessive erweitert", führt Stadtrat Weiß aus. "Diese Rahmenvereinbarung baut nun hierauf auf und wir können somit den nächsten Schritt, nämlich die flächendeckende Installation von Präsentationsmedien umsetzen, wenn die Bewilligung des Geldgebers erfolgt ist."

Bereits in den Sommerferien sollen in Offenbach, Hanau und dem Main-Kinzig-Kreis die ersten Präsentationsmedien aufgestellt werden." Noch immer haben wir viel zu tun", erläutern alle Beteiligten einstimmig, "schließlich läuft der DigitalPakt Schule noch bis Ende 2024. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit werden wir uns also noch weiter gut unterstützen können." (pm) +++

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