HANAU

BMW spendet dem BTZ Hanau einen funkelnagelneuen 5er BMW

Schlüsselübergabe bei Krah+ Enders in Maintal - Foto: privat


Donnerstag, 10.06.2021

 Die 13 kann auch eine Glückszahl sein. Für die Auszubildenden des Kfz-Handwerks, die im Berufs- und Technologiezentrum (BTZ) der Kreishandwerkerschaft in Hanau ihre überbetriebliche Ausbildung bekommen, gilt dies nun allemal. Denn jetzt ist der Testwagen Nummer 13 im BTZ eingetroffen: ein funkelnagelneuer 5 er BMW mit 150 PS und einer Acht-Stufen-Automatik. Geschätzter Wert: rund 70 000 Euro.

Die großen deutschen Autohersteller stellen jedes Jahr eine bestimmte Zahl ihrer Spitzenmodelle zu Ausbildungszwecken zur Verfügung. Der Grund liegt auf der Hand: In kaum einem Bereich geht der technische Fortschritt so schnell vonstatten wie in der Automobilbranche. Gestiegene Ansprüche an die Sicherheits- und Komfortsysteme haben eine technische Aufrüstung der Fahrzeuge bedingt, mit denen die Ausbildung angehender Kfz-Mechatroniker in Betrieb und Berufsschule mithalten muss. Somit sei die Gratisgabe auch ein wenig Eigennutz, sagte BMW After-Sales-Manager Marinko Milesic jetzt bei der Übergabe des Fahrzeugs im Showroom des heimischen BMW-Vertragshändlers Krah + Enders in Maintal. Dort nahmen Kreishandwerksmeister Martin Gutmann, KH-Geschäftsführerin Nicole Laupus sowie der Kfz-Ausbildungsleiter Ingo Eitel die beiden Zündschlüssel für das Fahrzeug dankbar entgegen.

Ins BTZ überführen durften die drei von der Kreishandwerkerschaft das Fahrzeug jedoch nicht. Zumindest nicht persönlich. Der Wagen wurde mit einem Transporter von Maintal nach Hanau gebracht. Denn der schmucke Schwarze ist ausschließlich ein Lehrobjekt, das für den normalen Straßenverkehr nicht zugelassen ist und deshalb auch den Hof des Berufs- und Technologiezentrums in Hanau nicht verlassen darf. Eigentlich schade, sagte Kreishandwerksmeister Martin Gutmann augenzwinkernd. Denn der 5er hat alles, was das Herz eines passionierten Autofahrers höherschlagen lässt: Sportfahrwerk, Sportsitze für Fahrer und Beifahrer und und und. Das jedoch sind Accessoires, die Ingo Eitel am wenigsten interessieren. Für den Ausbildungsmeister im BTZ ist der Wagen vor allem wegen seines Dieselmotors und auch wegen der Vielzahl von komplexen Steuerungen interessant. Bevor er seine Auszubildenden demnächst an dem Fahrzeug schrauben lässt, will er den BMW selbst erst einmal zwei Wochen lang studieren und prüfen, wo sich der eine oder andere Fehler einbauen lässt, den die Lehrklinge dann zunächst identifizieren und schließlich auch beheben müssen. „Ich werde es ihnen nicht zu schwer machen“, versprach er.

Dass es immer schwieriger wird, gute Auszubildende für das Kfz-Handwerk zu finden, bestätigte auch Ottmar Gerk, der Geschäftsführer der Krah + Enders-Niederlassung in Maintal. Viele der talentierten Fachkräfte verließen nach der Ausbildung wieder den Betrieb, um noch ein Studium dranzuhängen. Er war sich mit Kreishandwerksmeister Gutmann einig darüber, dass eine Ausbildung auf hohem Niveau die wirkungsvollste Strategie ist, die jungen Fachkräfte zu halten und vielleicht auch dazu zu bewegen, den Meistertitel anzustreben. „Wir werden im BTZ alles dafür tun“, so KH-Geschäftsführerin Nicole Laupus. Mit solch einem Material seien Voraussetzungen dazu schließlich gegeben, fügte sie hinzu. (pm)

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