Das sind unsere Bundestagskandidaten (4)

Johannes Wiegelmann (CDU): "Unsere Heimat hat die beste Zeit noch vor sich"

Johannes Wiegelmann (CDU) - Foto: Moritz Pappert


Montag, 06.09.2021
von MORITZ PAPPERT

MAIN-KINZIG-KREIS -  Am Sonntag, 26. September, stehen die Zeichen auf Bundestagswahl. Der Wahlkampf läuft zurzeit auf Hochtouren. Ein Grund für KINZIG.NEWS, den Kandidaten aus den heimischen Wahlkreisen mit zehn Fragen auf den Zahn zu fühlen. Heute: Johannes Wiegelmann (CDU, Wahlkreis 175).

KINZIG.NEWS: Was ist ihr politisches Hauptziel und ihre Überzeugung anzutreten?

Wiegelmann: „Mit Blick auf den Wahlkreis habe ich die Überzeugung, dass die beste Zeit für eine Region wie diese noch vor uns liegt. Gerade Corona hat gezeigt, dass Menschen nicht mehr in Ballungsräumen leben müssen, um dort zu arbeiten. Gerade für den ländlichen Raum hat diese Region enormes Potential und das zu steigern, in Form einer ordentlichen mobilen und digitalen Infrastruktur ist mein Ziel für den Wahlkreis.

Mit Blick auf den Bund schlägt mein Herz Justiz- und Innenpolitisch. Diejenigen zu unterstützen, die jeden Tag für unsere Sicherheit sorgen, den Rechtsstaat aufrechterhalten und denen das finanzielle und materielle Werkzeug an die Hand zu geben und vor allem auch das Rechtliche, das ist mein Antrieb auf Bundesebene.“

KINZIG.NEWS: Welche drei Themen müssen schnellstmöglich angegangen werden?

Wiegelmann: „Besonders die Digitalisierung. Das wir dort eine enorme entbürokratisierung der Verfahren brauchen und das wir da auch über Fragen wie Bildungsförderalismus sprechen. Also das das, was in Berlin angeschoben wird, schneller in der Fläche ankommt. Dann die Frage der mobilen Infrastruktur. Das ist essenziell, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Und das Wirtschaftsprogramm. Wir kommen mit Corona aus einer Wirtschaftskrise, wo der Staat die Wirtschaft am Laufen gehalten hat, aber das ist kein nachhaltiges Modell. Und deshalb müssen wir dort diejenigen stärken, indem man keine Steuerlast erhöht und deren Arbeitsleben vereinfacht, das das wieder ins Laufen kommt.

KINZIG.NEWS: Mit welcher Partei würden sie am liebsten koalieren und mit welcher nicht?

Wiegelmann:  „Also garnicht ist einfach beantwortet, die AfD und die Linkspartei. Ich glaube eine Jamaica-Koalition wäre für das Land ideal. Ich halte es für klug, wenn auch ein lieberaler Farbtupfer dabei ist, um das ein oder andere zu korrigieren, was die Grünen die Waagschale werfen. Und grundsätzlich auch, um die Grünen zur Verantwortung zu ziehen, dass Realpolitik was anderes ist, als am Spielfeldrand zu stehen und zu sagen, wir könnten das alles besser.“

KINZIG.NEWS: Welche Persönlichkeit würden Sie gerne einmal treffen und warum?

Wiegelmann:  "Konrad Adenauer! Er hat die Zeit des Wiederaufbaus geprägt, Deutschland im Westen verankert und den Weg für Frieden und Wohlstand bereitet. Die CDU plakatierte damals „Wir können nicht zaubern, aber arbeiten“. Darum geht es auch jetzt wieder! Ein Land modernisieren, erneuern und zugleich zusammenhalten."

KINZIG.NEWS: Was schätzen Sie besonders am Main-Kinzig-Kreis?

Wiegelmann:  "Die Vielfalt. Unser Landkreis verbindet so vieles, das Ländliche mit dem Städtischen, Geschichte mit moderner Infrastruktur, Spessart und Vogelsberg mit Kinzig und Main. Dazu ist unser Landkreis zentral in Deutschland gelegen, wirtschaftlich herausragend aufgrund der guten Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet. Man spürt, dass jede Kommune von unterschiedlichen Charakteren geprägt wird und die somit zur Vielfalt unseres Kreises beiträgt."

KINZIG.NEWS: Was ist ihre größte Stärke und ihre größte Schwäche?

Wiegelmann: "Große Freude bereitet es mir, auf Menschen zuzugehen, zuzuhören und im Sinne der Sache zusammenzuführen. Ich sehe mich als guten Netzwerker - immer fokussiert auf das Ziel. Zur Wahrheit gehört aber, dass ich sicherlich nicht zu den geduldigsten Menschen zähle und sicherlich manchmal auch sehr direkt bin."

KINZIG.NEWS: Was ist ihr Ausgleich zur Arbeit?

Wiegelmann: "Die Frage lässt sich schnell beantworten: Lesen, Sport und Jagen."

KINZIG.NEWS: Wie beurteilen Sie die Arbeit von Angela Merkel?

Wiegelmann: "Es waren gute Jahre für unser Land. Sie hat Deutschland in schwierigen Zeiten und in vielen Krisen mit hoher Sachkenntnis auf Kurs gehalten. Sie hat das Ansehen Deutschlands in der Welt gerade in einer Zeit gestärkt, in der andere Partner ins Schwanken gerieten."

KINZIG.NEWS: Wo steht Deutschland in 10 Jahren?

Wiegelmann: "Deutschland ist weitgehend klimaneutral. Technologieoffenheit und Innovationskraft haben Deutschland international zum Vorbild gemacht beim Umbau zum klimaneutralen Industrieland. Wohlstand, Wachstum und soziale Sicherheit prägen unser Land, schwierige Reformen wie die Rente wurden bewerkstelligt, die digitale wie verkehrliche Infrastruktur ist auf der Höhe der Zeit."

KINZIG.NEWS: Warum sollten die Bürger sie wählen?

Wiegelmann: "Mit der Erfahrung aus zehn Jahren kommunalpolitischer Arbeit im ländlichen Raum schaue ich mit dem Blick der jungen Generation auf die großen Generationenfragen - Klimaschutz, Mobilität, Digitalisierung und Generationengerechtigkeit. Meine politische Arbeit ist seit jeher davon geprägt, keine Gruppen - jung oder alt, Stadt oder Land - gegeneinander auszuspielen. Unsere Heimat hat die beste Zeit noch vor sich, da bin ich mir sicher. Wir dürfen auf diesem Weg niemanden zurücklassen. Hierfür trete ich ein."

Zur Person:

Johannes Wiegelmann ist 28 Jahre alt und kommt aus Bad Soden-Salmünster. Schon zu Schulzeiten hat er sich ehrenamtlich in der CDU und der Jungen Union engagiert und den JU Stadtverband wiederbelebt. Seit März 2021 ist er Vorsitzender des JU Bezirksverbandes Rhein-Main. Seit August 2019 ist er Ortsvorsteher im Ortsbeirat Salmünster.

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