Das sind unsere Bundestagskandidaten (7)

Katja Leikert (CDU): "Politik für Familien in unserem Land machen"

Katja Leikert (CDU) - Foto: Moritz Pappert


Donnerstag, 09.09.2021
von MORITZ PAPPERT

MAIN-KINZIG-KREIS -  Am Sonntag, 26. September, stehen die Zeichen auf Bundestagswahl. Der Wahlkampf läuft zurzeit auf Hochtouren. Ein Grund für KINZIG.NEWS, den Kandidaten aus den heimischen Wahlkreisen mit zehn Fragen auf den Zahn zu fühlen. Heute: Katja Leikert (CDU, Wahlkreis 180).

KINZIG.NEWS: Was ist ihr politisches Hauptziel und ihre Überzeugung anzutreten?

Leikert: „Mir ist es ganz wichtig, als Mutter von zwei Kindern, die sind jetzt 11 und 13, Politik für Familien in unserem Land zu machen. Dazu gehört das Thema Ganztagsbetreuung, dazu gehört aber auch alles, was Lebensqualität und Sicherheit von Familien angeht. Auch das Thema Pflege ist für mich ganz zentral. Es macht einen Unterschied, ob ich als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin ohne eine familiäre Verpflichtung in Deutschland leben, oder ob ich mich um Kinder oder Ältere noch kümmere. Von daher ist mir das ein großes Anliegen. Ein weiteres Herzensthema für mich ist die Europapolitik. In der internationalen Politik merken wir, wie wichtig es ist sich für Regelwerke einzusetzen. Aber den Weltfrieden aus Hanau heraus zu stemmen bleibt eine große Vision.“

KINZIG.NEWS: Welche drei Themen müssen schnellstmöglich angegangen werden?

Leikert: „Wir haben alle gemerkt, dass wir in unserem Land alle wieder agiler werden müssen. Es gibt viele Vetospieler. Egal bei welchem können viele Leute erklären, warum man etwas nicht möchte. Es fängt bei Baugebieten an, junge Familien müssen auch wieder Platz zum Leben haben und das Thema Digitalisierung. Das betrifft besonders die Schulen. Und das Thema technologischer Fortschritt beim Klimawandel. Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt, und die gilt es jetzt auch umzusetzen. „

KINZIG.NEWS: Mit welcher Partei würden sie am liebsten koalieren und mit welcher nicht?

Leikert: „Gerade, wenn ich mir die Bilanz anschaue, der letzten großen Koalition, besonders mit Blick auf den Zusammenhalt in unserem Land möchte ich auch einfach mal etwas Positives darüber sagen. In der letzten Legislatur wurden fast 90 Prozent des Vertrags abgearbeitet. Das war ein gutes Zusammenspiel das Land wirtschaftlich nach vorne zu bringen und gleichzeitig für einen sozialen Ausgleich zu sorgen. Von daher bin ich was die SPD angeht recht offen. Es wäre aber auch eine Option zusammen mit der FDP und den Grünen. Aber am Ende entscheidet das der Wähler. Ausgeschlossen sind für mit Linkspartei und AfD.“

KINZIG.NEWS: Welche Persönlichkeit würden Sie gerne einmal treffen und warum?

Leikert: „Was mich beim Thema Pandemiemanagement sehr beeindruckt hat, war Jacinda Ardern (Premierministerin von Neuseeland). Für mich als Politikerin ist es immer interessant auch andere Politikerinnen in Führungspositionen zu beobachten und zu sehen, wie sie das machen. Wie sie das gemacht hat, fand ich interessant, auch als dort die Anschläge waren. Auch das Thema Einwanderungsland. Wir sehen ja, dass wir uns da in Deutschland noch schwertun. Wir müssen da eine positive Perspektive entwickeln. Das werden auch die Zukunftsthemen für Deutschland, wie managet man eine vielfältige Gesellschaft im positiven Sinn.“

KINZIG.NEWS: Was schätzen Sie besonders am Main-Kinzig-Kreis?

Leikert: „Ich finde den Kreis landschaftlich hochattraktiv. Ich fahre ja regelmäßig mit dem Zug nach Berlin und da sieht man die Auenlandschaft oder den Spessart, das ist wunderschön. Wir haben hier sehr viel Natur und gleichzeitig ist es ein Kreis, der noch potential hat. Wir haben noch viele Möglichkeiten, uns weiterzuentwickeln. Ich lebe hier einfach sehr gerne.“

KINZIG.NEWS: Was ist ihre größte Stärke und ihre größte Schwäche?

Leikert: „Ich bleibe an Themen dran und kann sehr hartnäckig sein. Das wird teilweise als unangenehm empfunden, das ist mir schon gesagt worden. Beispielsweise das Thema Ganztagsbetreuung, das mich 2012 in die Politik gebracht hat. Wir sortieren Grundschulkinder nach der vierten Klasse aus, ohne das sichergestellt ist, das Hausaufgaben in allen Familien gemacht werden können. Gerade bei den frauenpolitischen Themen und Bildungsthemen muss man am Ball bleiben. Deshalb bitte ich da um Nachsicht, aber man muss da manchmal wirklich am Ball bleiben, um seine Ziele zu erreichen.“

KINZIG.NEWS: Was ist ihr Ausgleich zur Arbeit?

Leikert: „Ich brauche da keine großen Hobbys zu erfinden, ich habe zwei Kinder und jede freie Minute, die ich nicht auf Terminen und in Berlin bin, verbringe ich liebend gerne mit meinen Kindern. Mittlerweile sind die ja auch in einem Alter, wo man auch zusammen eine Runde joggen gehen kann, oder Tennis spielen kann. Also ich versuche die Freizeitgestaltung fast ausschließlich mit der Familie oder mit Freunden zu verbringen.“

KINZIG.NEWS: Wie beurteilen Sie die Arbeit von Angela Merkel?

Leikert: „Alleine was sie persönlich geleistet hat, ist das für mich sehr bewundernswert. Diese Top-Positionen sind extrem fordernd. Ich bewundere auch ihre große Ruhe, die sie ausstrahlt. Und vieles auch in Balance zu bringen. Es ist viel leichter immer zu spalten, als zusammenzuführen. Wir sind das bevölkerungsstärkste Land in Europa und sie schafft es National einen Ausgleich herzustellen und Kompromisse zu finden, das ist nicht immer leicht zu ertragen. Am Ende geht es nicht immer nur um unsere nationale Befindlichkeit, sondern darum Europa zusammenzuhalten. Ich finde es ist der größte Verdienst von Angela Merkel, man geht ja von der einen Krise in die nächste, Deutschland so stabil aufzustellen, dass wir die Krise meistern können und schnell wirtschaftlich wieder nach vorne zu kommen. Das ist auch eine wichtige Perspektive für Familien.“

KINZIG.NEWS: Wo steht Deutschland in 10 Jahren?

Leikert: „Ich wünsche mir, dass wir in zehn Jahren unsere Klimaziele frühzeitiger erreicht haben, als das was wir vorgegeben haben und zum Beispiel aus der Kohleverstromung raus sind. Und alle Verwaltungsdienstleistungen sollten Digital sein. Ich kann mir auch vorstellen, dass sich Familienpolitisch nochmal was ändert. Es ist aber schwierig Prognosen zu machen.“

KINZIG.NEWS: Warum sollten die Bürger sie wählen?

Leikert: „Weil ich hoffe, dass man durch meine Sacharbeit, die ich immer in den Vordergrund stelle, überzeugen kann. Ich habe viel für die Region getan, das war mir ein großes Anliegen. Alleine für die Schlösser in Wilhelmsbad oder Phillipsruhe. Oder andere Projekte im Wahlkreis, für die ich Geld eingeworben habe. Auch das Thema Nordmanische S-Bahn, das muss realisiert werden und muss sich weiter entwickeln. Das ist hier eine Region, die sich weiter entwickeln will, aber es muss verträglich sein, für die Menschen, die hier leben. Mir ist ein großes Anliegen, dass sich diese Region selbstbewusst in Berlin und Wiesbaden darstellt und ich versuche unsere Interessen dort gut zu vertreten.“

Zur Person:

Katja Leikert ist 46 Jahre alt und kommt aus Bruchköbel.  Sie hat Politikwissenschaft mit Volkswirtschaftslehre, Statistik und Anglistik studiert und an der Technischen Universität als Dozentin im Bereich Internationale Politik gelehrt und hauptsächlich über US-Außen- und Sicherheitspolitik geforscht. Leikert ist stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

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